LUXEMBURG
ANNETTE DUSCHINGER

Tipps und Tricks von Experten

Das Bauchgefühl ist als Indiz dafür, dass es Zeit wird, etwas für seine Partnerschaft zu tun ganz wichtig, sagt John Weber vom Familljen-Center. Fühlt man sich nicht respektiert und vermisst die Wertschätzung, gibt es mehr Streit als Harmonie, weiß man nicht mehr, was sich im Leben des Partners abspielt oder fehlt die gemeinsame Sexualität, sollte man sich um seine Partnerschaft kümmern. Die Möglichkeiten sind vielfältig und beginnen bei Kursen zu Ritualen der Liebe und Impulsen, wie man im Alltag etwas ändern kann bis hin zu Paarseminaren. Dort bekommt man eine Aufgabe gestellt, die man gemeinsam bewältigen muss und merkt über diese non-verbale, praktische Art recht deutlich, ob man sich noch auf seinen Partner verlassen kann.

Oft sind es die Frauen, die eine Paarberatung initiieren. Nach einem ersten Gespräch zeigt sich zunächst eine Verschlechterung der Situation: Es kommt alles auf den Tisch und das Bewusstsein, dass es nicht gut um die Beziehung steht stellt sich ein. Deutlich wird dann schnell, ob eine Beratung von vier bis fünf Sitzungen reicht oder eine längere Therapie nötig ist. Klar ist: Je länger man wartet, umso länger dauert auch die Therapie, sagt Weber.

Das A und O bei einer Therapie ist die Relation mit der/dem Therapeuten/in. Zu ihm/ihr müssen beide Beteiligten eine Beziehung aufbauen können und das muss man einfach ausprobieren, rät der Vize-Präsident der Psycholgengesellschaft, Jörg Wimpfheimer. Wenn das Paar oder einer davon mit ihr/ihm nicht warm wird, soll man sich einen anderen suchen. Auf keinen Fall empfiehlt es sich den Partner/in mitzunehmen, wenn man bereits bei einem Therapeuten Klient ist. Es fällt dann einfach zu schwer, ein Vetrauensverhältnis aufzubauen.

Weber empfiehlt Paaren, die sich dauerhaft binden wollen, noch in der Phase der ersten Verliebtheit schwierige Zeiten, wie Elternschaft und die Frage der Planung von Familie und Beruf im Voraus zu besprechen. Man sollte auch als Eltern Zeiten für sich als Paar reservieren, gemeinsame Rituale pflegen, die Sexualität halten und eine Balance finden zwischen gemeinsamen und individuellen Aktivitäten. „Wenn Paare alles zusammen machen, haben sie nicht mehr, worüber sie reden, wovon sie berichten können.“