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Ministerin Lydia Mutsch bei 40 Jahre „Action Lions Vaincre le Cancer“

Mit einer akademischen Sitzung in dem Kulturzentrum im „Kinneksbond“ in Mamer wurde am Montagabend der 40. Jahrestag der „Action Lions Vaincre el Cancer“ begangen. Seit 1976 ist die Vereinigung, wie Gesundheitsministerin Lydia Mutsch bei dieser Gelegenheit unterstrich, nun auf dem Terrain aktiv und unterstützt die Anstrengungen des Ministeriums: So informiert die Vereinigung über die Prävention, die Erkennung und die Behandlung von Krebs. Selbsthilfegruppen, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern, werden für Betroffenen und ihrer Familien ins Leben gerufen. Darüber hinaus finanziert die Lions-Aktion „Vaincre le Cancer“ Forschungsprojekte und vergibt Studienbörsen. Auch werden die Krebskranken, die sich ganz oft krankheitsbedingt in einer schwierigen finanziellen Situation befinden, finanziell unterstützt. Und die Aktion bringt die Akteure der Prävention und der Pflege sowie die Patienten und ihre Familien zusammen und solidarisiert sie.

Partnerschaft zwischen allen Akteuren angestrebt

Weiter wies Mutsch darauf hin, dass der Kampf gegen Krebs eine Herausforderung für die öffentliche Gesundheit darstelle. Krebs bleibt unglücklicherweise die zweite Todesursache hierzulande. Im Jahr 2014 wurden 1.164 Krebstote im Großherzogtum registriert - 491 Frauen und 673 Männer. Eine wahre Partnerschaft zwischen allen öffentlichen und privaten Akteuren stellt für die Ministerin den Schlüssel zu einer wirkungsvollen Bekämpfung der Krankheit dar.

Dann kam die Ministerin auf die verschiedenen Aktionen ihres Ministeriums zu sprechen. Der „Plan National Cancer 2014-2018“ wurde 2014 gestartet um mittelfristig die Risikofaktoren für eine Krebserkrankung zu senken, die Überlebenschancen der Patienten zu verbessern, die Sterblichkeitsrate bei Krebserkrankungen zu senken und die Chancengleichheit zum Pflegezugang einzuführen. Im Juli 2015 wurde das „Institut National du Cancer“ gegründet, um sich mit den sogenannten seltenen Krebserkrankungen auseinander zu setzen.

Am vergangenen 16. September schlussendlich wurde das „Programme de Dépistage Organisé du Cancer ColoRectal“ (PDOCCR), eine gemeinsame Aktion des Gesundheitsministeriums, des Ministeriums der Sozialen Sicherheit und der nationalen Gesundheitskasse, gestartet.

Neben der Früherkennung spielt für Mutsch die Prävention eine wichtige Rolle bei der Krebsbekämpfung. So könnten nach ihre Worten 30 Prozent aller Krebsfälle vermieden werden, wenn man die Hauptrisikofaktoren beseitigt: Tabak- und Alkoholmissbrauch, Fettleibigkeit, ungesunde Ernährung und fehlende Bewegung. Für die Ministerin gilt es den Tabakmissbrauch, immerhin verantwortlich für 90 Prozent der Lungenkrebs-Erkrankungen, einzudämmen. Deshalb wird der „Plan National Tabac 2016-2020“ ausgearbeitet.