REDANGE-ATTERT
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Das „Atert Lycée Redange“ besteht seit zehn Jahren

Zäit fir méi“ lautet das Motto des „Atert Lycée Redange“, das in diesem Schuljahr sein zehnjähriges Bestehen feiert. Im Rahmen der Feierlichkeiten fand am vergangenen Freitag denn auch die obligate akademische Sitzung statt, zu der Direktor Claude Boever unter anderem Premier Xavier Bettel, Erziehungsminister Claude Meisch und Energieminister Claude Turmes begrüßen durfte. In seiner Ansprache unterstrich Boever die regionale Verankerung der Sekundarschule, die am 16. September 2008 ihre Türen ein erstes Mal für die Schüler öffnete. Damals waren es 352, zum Schulbeginn 2018/19 waren es 1.260.

Boever wies darauf hin, dass der Eröffnung vier Jahre an Konzeptplanung durch eine Pilotgruppe vorangegangen waren, ging es doch darum „ee sënnvolle pädagogeschen Inhalt“ für die neue Schule zu definieren, denn, so Boever, „mir wollten eng gutt Schoul“. Also auch eine Schule, die sich angesichts der gesellschaftspolitischen Entwicklung weiter entwickelt, „ëmmer ënnerwee ass“, wie es Boever ausdrückte. Er hob außerdem die positive Zusammenarbeit zwischen den Lehrerkollegen und den Lehrern und Schülern hervor, Grundsätze, auf denen das Schulkonzept basiert. Eine „learning community“ sei man, so der Direktor, der sich wünschte, dass der „humanistische Geist“ dem ALR noch lange erhalten bleibe.

Regional verankert

Premier Bettel unterstrich seinerseits die Bedeutung des gegenseitigen Austauschs allgemein, und hob hervor, dass es seinerzeit Unterrichtsministerin Brasseur war, unter der das Gesetz zur Schaffung des ALR ausgearbeitet und vom Parlament im Januar 2004 angenommen wurde. Sowohl sie als auch ihre Nachfolgerin Mady Delvaux waren am 13. April 2005 bei der Grundsteinlegung zugegen. Erst im Februar 2004, so Bettel, sei Facebook online gegangen, 2006 Twitter. Heute habe man es mit einer Informationsflut zu tun, und es sei wichtig, Fakenews und richtige Informationen zu unterscheiden (siehe Brexit), wobei die Schule ihre Rolle zu spielen habe. Er beglückwünschte den Direktor und sein ganzes Team und wünschte weiterhin viel Erfolg.

Erziehungsminister Meisch bezeichnete das ALR als vorbildlich, sei dies, was die regionale Verankerung anbelangt, oder aber der Umstand, dass die Schüler ihre Stimme mit einbringen können. Er bedankte sich für das allseitig große Engagement, und bekannte, „Ech sinn ee Fan vum ALR“. Die Feier wurde musikalisch vom Arthur Posing Quartett umrahmt, dessen Obmann ein früherer ALR-Schüler ist. Eine Gruppe von Schülern trug sehr gekonnt Aphorismen und Texte großer Schriftsteller und aus eigener Feder vor. Ein „Comptoirs-Gespréich“ von Direktor Boever und dem früheren beigeordneten Direktor Trausch über die Anfänge des Lyzeums und die Entwicklung des spezifischen Unterrichtskonzept sowie eingeblendete Statements früherer ALR-Schüler, rundeten die kurzweiligen Veranstaltung ab. Die Gäste konnten sich danach über die 5.000 „Schnittchen“ freuen, die ALR-Schüler für sie vorbereitet hatten.

Es sei an dieser Stelle an die öffentliche Konferenz „Wissen als der Schlüssel zum Können“ von Prof. Dr. Elsbeth Stern am Freitag, dem 1. Februar um 18.30 im ALR hingewiesen.