LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Letztes „City Breakfast“ vor den Sommerferien mit einem bunten Programm

Was das Wiederaufflammen des Corona-Virus betrifft, so hielt Bürgermeisterin Lydie Polfer eingangs des gestrigen „City Breakfast“ fest, dass sich die älteren Mitbürger wohl etwas verantwortungsvoller verhalten als Leute von 30 bis 55 Jahren. Der einzelne sei gefordert, die „gestes barrières“ einzuhalten, denn nur so könne die Ansteckungsgefahr eingedämmt werden. Eine besondere Gefahr sich anzustecken sah Polfer für Leute, die in sogenannten  „chambres meublées“ wohnen, dies in erster Linie bei der Benutzung der gemeinsamen Räumlichkeiten wie Küche oder Wohnzimmer. Auf dem Stadtgebiet gibt es 856 dieser „chambres meublées“, vor allem im Bahnhofsviertel.

Unter dem Motto „D’Stad lieft“ werden bis zum 13. September „Quartiersfester“ in verschiedenen Stadtteilen als kleine Kirmesfeste abgehalten, wo Kinderkarusselle und Gastronomiebetriebe errichtet sind. Dieses Vorhaben sei gut bei den Besuchern, vor allem den Kindern und ihrem Eltern, angekommen, meinte die Bürgermeisterin, die sich ob dieser Tatsache sehr erfreut zeigte. Die Fahrgeschäfte sind für die kleinen Besucher gratis. Sämtliche sanitären Maßnahmen werden strengstens eingehalten und kein Alkohol wird in den Restaurantbetrieben verkauft. Die kleinen Kirmessen in Bonneweg (Place Jeanne d’Arc), Eich (Parc Laval), Hollerich (Parc de Merl), Cessingen (Parc de Roedgen), Bahnhofsviertel (rue de Strasbourg), Merl (Place Thorn) und Limpertsberg (Place Auguste Laurent) sind dann auch von 11.00 bis 20.00 geöffnet, da „kleine Kinder nach 20.00 eigentlich ins Bett gehören“, wie Schöffe Patrick Goldschmidt meinte.

Auch das Auto-Kino auf dem Glacis konnte am vergangenen Wochenende einen schönen Erfolg verbuchen, wurde es doch als „ausgebucht“ vermeldet.

Was nun den Park „Dräi Eechelen“ (der nicht zum Patrimonium der Stadt Luxemburg gehört) betrifft, so hätten sich dort einige Besucher alles andre denn „verstänneg“ benommen, was dann zur Schließung des Parks geführt habe, unterstrich die Bürgermeisterin.

Seit das Riesenrad auf der „Kinnekswiss“ im Stadtpark errichtet wurde, habe sich die Lage dort verbessert.

Stadtschöffe Wilmes unterstrich, dass die Stadt Luxemburg neben den bereits bestehenden Maßnahmen den Geschäftsleuten der Hauptstadt ein „subside unique“ in Höhe von 4.000 Euro gewährend will. Die Geschäftsleute können diese Unterstützung bis Ende September bei der Stadt Luxemburg anfragen.

Ferner möchte die Stadt allen Geschäften (also auch jenen, die nicht Mitglied des Geschäftsverbandes sind) unter der Adresse cityshopping.lu  ein digitales Fenster anbieten. Auch wies Wilmes darauf hin, dass der hauptstädtische Geschäftsverband am Montag, dem 31. August seine traditionelle Braderie abhalten möchte, unter Berücksichtigung aller sanitären Maßnahmen.

Provisorische Fußgängerzone „Um Gruef“

Wie Schöffe Goldschmidt zu berichten wusste, erlebte die Stadt Luxemburg in den Jahren 2016 bis 2019 eine Zunahme des Fahrradverkehrs um 60 Prozent an den Wochentagen und um 52 Prozent an den Wochenenden. Im laufenden Jahr wird besonders an den Wochenenden eine Zunahme des Fahrrad-Verkehrs auf dem Stadtgebiet registriert. Die Zählung der Radfahrer erfolgt derzeit an zwölf Punkten auf dem Stadtgebiet.

Weiter teilte Goldschmidt mit, dass vom Freitag, 31. Juli bis zum Montag, 31. August die Rue du Fossé („Um Greef“) in der Oberstadt, auf dem Teilstück zwischen der Rue de l’Eau und der Rue du Nord,  provisorisch in eine Fußgängerzone umgewandelt werden soll. Damit sollen einerseits die Oberstadt und ihre Geschäfte an Attraktivität gewinnen, andererseits aber auch für die sogenannte sanfte Mobilität geworben werden. Nur der „City Shopping Bus“ 2 und die AVL-Linie 19 werden während der genannten Zeitspanne durch die Rue du Fossé verkehren. Auch der Zugang der Marktleute zum Wochenmarkt bleibt gewährleistet. Von Ende Juli bis Ende August wird eine Umleitung durch den „Tunnel René Konen“ (Heiliggeist-Tunnel) eingerichtet werden.