LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Parlamentarische Orientierungsdebatte zur Beschäftigungspolitik

Fünfzehn Monate nachdem die Demokratische Partei eine Orientierungsdebatte zur Beschäftigungspolitik angefragt hatte, fand diese gestern Nachmittag dann auch endlich statt, wobei sich die Abgeordneten auf ein umfassendes Arbeitspapier basieren konnte, das in den Wochen und Monaten zuvor im parlamentarischen Beschäftigungsausschuss zusammengestellt wurde und alle nur erdenklichen Facetten der Beschäftigungspolitik beleuchtet.

Die wichtigsten Empfehlungen und Schlussfolgerungen wurden indes in einer Motion festgehalten, die vom Präsidenten der zustämdigen Kommission, LSAP-Fraktionschef Lucien Lux eingereicht wurde, und am Schluss der über viereinhalbstündigen Debatten mit 57 von 60 Stimmen gutgeheißen wurde - bei Enthaltung der beiden adr-Vertretern und des „déi Lénk“-Abgeordneten. Viel Neues war gestern aber nicht zu erfahren.

Die Schlussfolgerungen des parlamentarischen Beschäftigungsausschusses waren eingangs der Sitzung von den beiden Berichterstattern Roger Negri (LSAP) und André Bauler (DP) vorgestellt worden, die auch noch einmal an die Hauptzahlen erinnerten. So waren im Februar dieses Jahres rund 21.500 Leute hierzulande auf der Suche nach einer Arbeit, wenn man die Beschäftigungsmaßnahmen mitrechnet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent. Besonders dramatisch: Rund 17,5 Prozent der Arbeitssuchenden sind Jugendliche. Weniger Qualifizierte sind am stärksten von der Arbeitslosigkeit betroffen und riskieren auch mehr als die anderen, in die Langzeitarbeitslosigkeit abzurutschen.

Fehlende Qualifizierung,falsche Orientierung

Alle Abgeordneten waren sich gestern dann auch mehr oder weniger einig, dass eine fehlende Qualifizierung und eine falsche Orientierung neben der allgemeinen Wirtschaftskrise am Ursprung der steigenden Arbeitslosigkeit in Luxemburg stehen.

„Die Zeiten Emile Zolas sind vorbei“

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