MERSCH
NICO PLEIMLING

Das Zentrum in Mersch soll in den kommenden Jahren eine neue Identität bekommen

Ein reger Durchgangsverkehr prägt seit Jahren die Rue Grande-Duchesse Charlotte, die Hauptgeschäftsstraße in Mersch. Damit das Zentrum nicht ganz ausstirbt, soll es dort in den kommenden Jahren zu einigen Veränderungen kommen.

Eine nachhaltige und integrative Planung

Mit dem Ziel, die Geschäftsstraße, welche die Place St. Michel mit der Place de l‘Étoile verbindet, sowie mehreren kommunalen Sportinfrastrukturen und die drei größten Gewerbeflächen unter den Gesichtspunkten einer nachhaltigen und integrativen Planung aufzuwerten, hat die Gemeinde Mersch sich dazu entschlossen, den Planungsprozess in der Form eines Ideenwettbewerbs zu starten, wie Bürgermeister Albert Henkel am gestrigen Mittwoch erklärte: „Das Zentrum des Städtchens soll eine neue Identität bekommen. Die Geschäfte hat es in den letzten Jahren immer mehr in die Peripherie gezogen und diesem Trend wollen wir konsequent entgegen wirken.“

Weiter gebe es Aktivitäten, die eigentlich nicht ins Zentrum passen würden, wie ein Busunternehmen, eine Druckerei sowie Sportinfrastrukturen. Mit den entsprechenden Parteien führe man aber konstruktive Gespräche, so Albert Henkel, der erklärte, dass im Rahmen des Wettbewerbs drei gute und insgesamt interessante Projekte präsentiert wurden: „Wie es halt so ist, kann nur einer ‚gewinnen‘ und die Jury, die sich aus 14 Mitgliedern - mit Vertretern der Gemeinde, Vertretern der Ministerien und Verwaltungen sowie externen Fachleuten - zusammen setzte, einigte sich einstimmig auf das Konzept von Tatiana Fabeck Architectes.“

Die Geschäftsstraße entlasten

Der Gemeindevater unterstrich gleichzeitig, dass die Umsetzung nicht einfach werde, da unter anderem viele Privatbesitzer im Perimeter des Projekts leben. Man wolle die Gelegenheit aber nutzen, ein neues Stadtbild für das Zentrum von Mersch zu schaffen. Mit der Anpassung der urbanen Gestaltung des Stadtteils sollen die Wohn- und Lebensqualität gesteigert werden.

Dazu soll auch ein Verkehrskonzept entwickelt werden, das den aktuellen Herausforderungen gerecht wird und mittels des Baus einer Nordachse, welche die Rue Grande-Duchesse Charlotte mit der Route d’Arlon verbinden wird, soll die Geschäftsstraße entlastet werden.

Das ausgewählte Projekt wie auch die anderen beiden Konzepte der teilnehmenden Architektur- und Stadtplanungsbüros werden der Öffentlichkeit vom 24. Februar bis zum 4. März 2014 im Merscher Kulturhaus zugänglich gemacht werden.