LUXEMBURG
MARCO MENG

Mehr als nur ein „Rebranding“: Aus P&T Luxembourg und LUXGSM wird Post

Es ist soweit: Die neue Identität von P&T Luxembourg und LUXGSM wird umgesetzt. Die Luxemburger Post, die seit 1992 ein öffentlich- rechtliches Unternehmen und mit fast 4.000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber im Land ist, nennt sich seit einigen Monaten schon „Post Luxembourg“. Wie die Führungsriege des Konzerns allerdings beim Vorstellen des neuen Logis schon sagte, sei es keineswegs mit einem Rebranding alleine getan, sondern es handele sich bei der Umfirmierung auch um eine tiefgründige unternehmerische Überlegung. Das bedeutet auch eine Neustrukturierung, wodurch man auch Einsparungen erreichen will. Weil sich die Verbrauchergewohnheiten ändern, hatte P&TLuxembourg schon ab 2010 seine Festnetz- und Mobilfunkdienste zusammengeführt, um die Vermarktung dieser Dienste zu verbessern, was ein Rebranding der bisherigen Marke LUXGSM notwendig machte.

„Die neue Identität spiegelt den Willen des Unternehmens wieder, sich mit einer einzigen Marke zu positionieren“, erklärte diesen Sommer Serge Allegrezza, Präsident des Verwaltungsrates, bei der Vorstellung des neuen Logos.

Hochgeschwindigkeitsoffensive

Ab 12. Oktober, zur Herbstmesse, wird die Post nun mit ihrer „LuxFibre“ genannten Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung die bisher für den Kunden möglichen Kapazitäten verdoppeln. Für 149,99 Euro werden dann bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde (Mbps) im downstream und 500 Mbps im upstream angeboten. Was die neue Generation des Mobilfunknetzes (G4) anbetrifft, erklärt die Post, dass dieses bereits in Hauptstadt und umliegenden Gemeinden sowie in südlichen Gemeinden wie Esch/Alzette verfügbar sei.

Erster Kollektivvertrag für das„neue“ Postunternehmen

Wie der OGBL gestern erklärte, wurde bereits am 20. September zwischen Gewerkschaften und Unternehmensleitung der ersten Kollektivvertrag für das neue Postunternehmen, „Entreprise des P&T“ (EPT) unterschrieben, dem der Post-Betriebsrat dann auch zugestimmt hatte. Notwendig geworden war das durch das neue Postgesetz aufgrund der von Brüssel geforderten Privatisierung- und Liberalisierung der Post.

Für Arbeitnehmer mit Einstellung vor dem 1. Januar 2011 gelte demnach die Absicherung der günstigeren Bestimmungen des Staatsarbeiterkollektivvertrags vom 1. Januar 2009 sowie die automatische Anpassung an zukünftige Punktwerterhöhungen im öffentlichen Dienst. Für Arbeitnehmer mit Einstellung ab dem 1. Januar 2011 gelte die Einführung einer kohärenten Gehälterstruktur für sämtliche Berufsbilder und für sämtliche Ausbildungsstufen. Reell sei eine Erhöhung der Einstiegslöhne gegenüber dem gesetzlichen für Arbeitnehmer ohne Diplom um 10-20% für die verschiedenen Laufbahngruppen erreicht worden, zudem ein automatischer Lohnanstieg nach Dienstalter und Aufstiegs- und Beförderungsperspektiven nach kollektivvertraglich verankerten Kriterien. Für kaufmännische Angestellte, so der OGBL, sei der fixe Lohnanteil ebenfalls erhöht worden. Diese Bestimmungen gelten rückwirkend ab dem 1. Januar 2011.