LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Hygienedienst der Stadt Luxemburg legt Aktivitätsbericht für das Jahr 2018 vor

Zusammen mit den Dienststellen „Wasser“, „Kanal“ und „Energie“ bildet der Hygienedienst seit 2014 den Fachbereich Energie und Umwelt der Stadt Luxemburg. Gestern stellten Bürgermeisterin Lydie Polfer, Schöffe Patrick Goldschmidt, Nico Pündel, Ingenieur-Direktor des Fachbereichs Energie und Umwelt sowie Marc Weber, Leiter, und Fränk Haag, beigeordneter Leiter des Hygienedienstes der Stadt Luxemburg, den Aktivitätsbericht für 2018 vor.

Mit berechtigtem Stolz wies Bürgermeisterin Polfer darauf hin, dass der Hygienedienst der Stadt Luxemburg bereits vor 120 Jahren, 1898, unter dem Namen „Piffhaff“ am der Arlonerstraße angesiedelt wurde.

Auch unterstrich die Bürgermeisterin die Pionierrolle der Stadt Luxemburg im Sinne einer umweltfreundlichen Stadt. Der 120. Jahrestag des Hygienedienstes steht dann auch im Mittelpunkt einer Fotoausstellung vom 23. August bis zum 26. September auf „Knuedler“, die die Geschichte vom „Piffhaff“ bis zu einem modernen Gemeindebetrieb schildert.

Auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg wurden im vergangenen Jahr insgesamt 66.031 Tonnen Abfälle gesammelt. Dies stellt eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahr 2017 mit 64.275 Tonnen eingesammelter Abfälle dar, dies bei einer stets steigenden Zahl der Einwohner der Stadt Luxemburg. Ein Großteil der im vergangenen Jahr eingesammelten Abfälle - 57 Prozent - wurde in den SIDOR-Anlagen in Leudelingen verbrannt, wie Goldschmidt sagte.

28.518,13 Tonnen Abfälle wurden im vergangenen Jahre in der Stadt Luxemburg getrennt eingesammelt, unter anderem 7.579,48 Tonnen Papier und Pappe (26 Prozent), 5.223,99 Tonnen Altglas (18 Prozent), 3.047,84 Tonnen biologisch abbaubarer Müll (elf Prozent), 1.749,96 Tonnen Holz (sechs Prozent) und 1.494,14 Tonnen PMC (fünf Prozent).

Um die Bürger für eine Verminderung der Abfälle zu gewinnen, wurde im vergangenen Jahr von der Stadt Luxemburg eine neue „Cellule d’assistance clientèle“ im Hygienedienst ins Leben gerufen, die besonders in den Wohnresidenzen der Hauptstadt für Recycling wirbt. Auch will die Stadt die Trockenfermentierung der Abfälle valorisieren und hat deshalb vor, dem Syndikat „Minett-Kompost“ beizutreten, das seit 25 Jahren die Trockenfermentierung der Abfälle für 21 Gemeinden des Landes sicherstellt, wie Goldschmidt weiter zu berichten wusste.

„Anti Littering“-Kampagne

Im laufenden Jahr will die Stadt Luxemburg ihre „Anti- Littering“-Kampagne ausbauen und besonders gegen Zigarettenstummel - arglos auf die Straße geworfene Zigarettenstummel verschmutzen 500 Liter Trinkwasser -, Kaugummi - die Zersetzung eines Kaugummis braucht fünf Jahre , und Hundekot - 3.100 Hunde sind derzeit auf dem Gebiet der Hauptstadt gemeldet - im öffentlichen Raum vorgehen.