LUXEMBURG
SVEN WOHL

Die Stadt Luxemburg macht der sanften Mobilität mehr Platz

In der Hauptstadt herrscht kein Mangel an Baustellen. Eine von ihnen, welche den Pont Viaduc im Griff hat, nähert sich nun dem Ende. Gestern durchschnitt Mobilitäts- und Infrastrukturminister François Bausch das Bändchen bei der feierlichen Eröffnung einer Fahrradpiste und eines Fußgängerweges auf der genannten Brücke.

Bedeutende Achse durch die Hauptstadt

Das Projekt war aufwendig, die Brücke musste verbreitert werden, um der sanften Mobilität ihren zustehenden Platz zu gönnen. François Bausch bezeichnete die zwei Pisten als sauber voneinander abgetrennt. Tatsächlich findet sich zwischen den beiden Spuren eine Schwelle, die Fußgänger davon abhalten soll, versehentlich auf die Fahrradpiste zu gehen. Was den weiteren Ausbau der Strecken angehe, müsse nun die Stadt selbst Hand anlegen, denn abseits der Brücke hätte der Staat da wenig mitzusprechen. Mit Blick auf die großen, nationalen Baustellen, welche die Stadt aktuell prägen, gibt der Minister zu bedenken: „Das sind komplizierte Baustellen, denn sie müssen mitten im Verkehr stattfinden.“ Dennoch bestünde das Ziel darin, die Attraktivität der Stadt zu wahren: „Die Stadt muss zugänglich sein.“

Keine Kosten gescheut

11,1 Millionen Euro kostet die Verbreitung der Brücke, die zudem von einem neuen Anti-Suizid-Gitter profitiert. Bei der Zahl an Fahrradfahrern, welche die Piste vor der Sperrung nutzten, sei die Kosten-Nutzen-Rechnung schnell gemacht. Die Brücke stelle auch für Fahrradfahrer eine wichtige Verbindung innerhalb der Stadt dar. Patrick Goldschmidt, Schöffe in der Hauptstadt, betonte daraufhin, dass die Pandemie natürlich ihres dazu beigetragen habe, um das Fahrrad noch beliebter zu machen. Wegen der Arbeiten sei es leider zu Unannehmlichkeiten gekommen. „Wir erhielten viele Beschwerden wegen des Umweges. Wir hatten aber keine Alternative“, so der Schöffe.