SIMON LAROSCHE

LUXEMBURG-STADT Weltmeister aus Luxemburg kann man im Sport an einer Hand abzählen, eigentlich fällt einem bloß Powerlifter Annibal Coimbra ein.

In einer weiteren eher unbekannten Sportart, dem Thaiboxen, darf sich Claire Haigh aus Luxemburg-Stadt ebenfalls Weltmeisterin nennen. Die begeisterte Sportlerin, die auch schon für die Luxemburger Fußball-Nationalmannschaft der Frauen auflief, ist nämlich Weltmeisterin der WPMF- und World Pro League-Verbände, jedes Mal in der -61,3 Kilo Kategorie. Die gebürtige Engländerin verliebte sich damals bei einem Thailand-Urlaub in die thailändische Kampfsportart und fing an, ihn dort wie auch später in Europa intensiv auszuüben.

Am kommenden Samstag will Haigh anlässlich des „Kings of Muay Thai“-Abends im haupstädtischen Bahnhofsviertel dem Luxemburger Publikum ihr Können zeigen.

In der Sporthalle der Grundschule in der Rue du Commerce steigt sie dann gegen die Französin Marlène Caneva in den Ring. Auch wenn es kein Titelkampf ist, hat sie sich die letzten Monate wie gewohnt hart vorbereitet, unter anderem mit dem Thaibox-Trainer und Veranstalter des Events, Eric Kadouche.

Ihr letzter Kampf im November hat sie nämlich in Frankreich per K.O. verloren, wie genau es passiert ist, weiß sie selbst nicht. Man sagte ihr später, ihre Gegnerin habe einen besonders harten Faustschlag ins Gesicht gelandet.

Der Abend am Samstag verspricht viel Action und spektakuläre Kampfsportszenen, das Ganze mit einem thailändischen Flair in und um den Ring.