WALFERDINGEN
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Nach 15 Jahren Unterbrechung: In Walferdingen wurde das „Rousefest“ wieder begangen

Das „Walfer Rousefest“ ist wieder da! Nach 15jähriger Unterbrechung fand das Event gestern wieder vor dem Walferdinger Schloss statt. Organisiert wurde es vom „Syndicat d‘Initiative“, der Gemeindeverwaltung, sowie zehn Walferdinger Vereinen. Sie hatten sich entschlossen, die Tradition, die zwischen 1966 und 2002 zu einem Stück Walferdinger Identität geworden war, wieder aufblühen zu lassen.

Rosenkapitale Walferdingen

Die Rose nimmt in der Geschichte der Gemeinde einen ganz besonderen Platz ein: Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war Walferdingen und das gesamte Alzettetal bis weit über die Landesgrenzen hinaus für die Rosenzucht bekannt. Die edlen Gewächse fanden sogar den Weg bis in die Gärten des russischen Zaren und andere Königshäuser und waren an vielen Orten in der Welt bekannt. Wer durch Walferdingen spaziert, findet zahlreiche Hinweise auf diese Geschichte: Hier gibt es etwa eine „Rue des Roses“, den bekannten Rosen-Kreisverkehr, der eine wahre Augenweide darstellt, wenn die Pflanzen in der Blüte stehen und den 2015 eingeweihten „Rousegäertchen“ ganz in der Nähe des Bahnhofs, wo die Besucher eine Menge unterschiedlicher Rosensorten betrachten und beschnuppern können.

Lauter duftende Rosenstöcke und Produkte mit Rosenextrakt wurden gestern auch beim „Rousefest“ feilgeboten. Aber natürlich kamen Verpflegung und musikalische Unterhaltung nicht zu kurz. Gleich nach der Eröffnung des Fests durch Bürgermeisterin Joëlle Elvinger und der Vorstellung einer Broschüre über die Rosengemeinde Walferdingen gaben die „Chorale Caecilia“ und die „Harmonie Grand-Ducal Marie-Adelaïde“ ein „Concert-Apéro“ zum besten. Später zeigten die Walferdinger Ballett-Klassen ihr Können. Den ganzen Nachmittag über sorgten Änder Hirtt und Marion Welter für musikalische Unterhaltung, während gegen 17.00 das „Orchestre National de Jazz“ unter der Leitung von Gast Waltzing aufspielte. Auch für die Unterhaltung der Kinder hatten die Organisatoren mit Workshops bestens gesorgt.

Wer mochte, konnte sich die drei Ausstellungen über die Rosenkultur in Walferdingen (vom „Syndicat d‘Initiative“), über das „Patrimoine Rosier“ in Luxemburg („Patrimoine Roses pour le Luxembourg“) und die Rosenfotos der „Walfer Foto-Frënn“ ansehen.