Das nennen wir mal ein megaperfektes Timing: Das Land geht den Bach runter, und Premierchef Juncker, der sich des Untergangs wegen mal wieder für einige Tage ins Ausland zurückgezogen hat, tritt in den Erlöser-Orden ein. Nachdem er zuvor schon einige hellenische Doktorhüte abgestaubt hatte, bekam er gestern nämlich das „Großkreuz des Erlösers“ umgehängt, das höchste Ehrendings, das die Griechen überhaupt zu vergeben haben. Respekt! Des Premierchefs griechischer Counterpart war dann auch derart begeistert, dass er Juncker gestern als „wahren Freund“ und als „einer von uns“ bezeichnete, und das kann bei den Griechenmenschen ja so einiges heißen.

Am Montagabend hatte Juncker derweil bereits eine viel beachtete Rede in Athen gehalten, in der er sich für eine „Streicheltherapie“ aussprach - allerdings nicht zwischen ihm und dem Griechenchef, sondern zwischen den Europäischstaaten. Bei derart Wichtigreden tut es nicht wundern, dass der Premierchef vor morgen keine Zeit hat, dem Chamberhaus reinen Wein auszuschenken. Diesbezüglich übrigens ein kleiner Tipp von uns: Einfach den Erlöserorden anziehen, dann klappt das schon mit der Vertrauensfrage. Ansonsten hilft nur ganz viel Streicheln...