Angeblich gibt es unter den Eskimos unzählige Ausdrücke für „Schnee“, für jede Art und jede Form, für besonders weichen oder auch für neuen Schnee, großen Schnee und kleinen, für „Schnee, der am Boden liegt“ und „Schnee, der durch die Lüfte wirbelt“ - „wir kennen nur eine Sorte: Schnee, der einfach glücklich macht“, erzählt Matthias Lenz: „Schlafen wie die Eskimos“, so das Motto des „Eishotels“ auf über 2.000 Meter Höhe, das der 32-Jährige immer gerne wieder betont - und präsentiert die IgluLodge, das erste und höchste Iglu-Hotel im Allgäu, ist mittlerweile fester Bestandteil im Skigebiet am Nebelhorn.
2009 erstmals errichtet
Unmengen der weißen Pracht sind nötig, damit unterhalb des 2.224 Meter hohen Nebelhorngipfels ein Domizil aus Schnee für bis zu 40 Personen entstehen kann. Lenz erzählt von seinem Unternehmen, 100.000 Euro haben der Betriebswirtschaftler und sein Partner vor allem in Maschinen investiert und das Iglu-Hotel im Winter 2009 erstmals gebaut. Maschinen deshalb, weil „die traditionelle Iglu-Bauweise klappt bei unserem großen Bauten nicht so.“ Für Bar, Restaurant-Iglu und das Event-Iglu stellen die Iglu-Bauer Ballonformen auf und mit der Fräse wird Schnee darauf geblasen. „Da ändert sich die Zusammensetzung des Schnees“, berichtet Lenz, „der Bau wird dann trotzdem hart wie Beton.“ Angst vor einem Schneesturz muss man also nicht haben, wenn man dem Alltag etwas entfliehen will und das besondere, etwas andere Naturerleben hoch in den Bergen sucht.
Iglus für zwei oder vier Personen
Für die Übernachtungsgäste stehen unter anderem Standard-Iglus (vier Personen) und Romantik-Iglus (zwei Personen) zur Verfügung. „Unseren Übernachtungsgästen servieren wir am Abend das berühmte Allgäuer Käsefondue im Iglu-Restaurant. Nach der Iglu-Nacht können neue Kräfte beim Frühstücksbuffet in der Bergstation Höfatsblick gesammelt werden“, sagt Lenz. Der Absacker an der Iglu-Bar ist zwar automatisch schon eisgekühlt, auf das klassische Bar-Equipment wurde natürlich trotzdem nicht verzichtet, „Kühlschränke brauchen wir, damit uns die Getränke nicht einfrieren.“ Den Außenwhirlpool bezeichnet Lenz als „die besondere Attraktion“ und „äußerst beliebt bei den Gästen, kurz vor dem Schlafengehen noch einmal in den Pool und man ist richtig aufgeheizt“. Doch vor dem Schlafengehen empfehlen die Organisatoren noch einen Blick in den Nachthimmel, denn auf 2.000 Meter Höhe sind die sonst störenden Lichtquellen der Städte sehr weit weg und der Sternenhimmel entsprechend prächtig. Tagsüber ist der Ausblick aber nicht minder beeindruckend: Bei klarer Sicht zählt man vom Nebelhorn aus mehr als 400 Alpengipfel.





