Die junge luxemburgische Musikerin Aurélie Wenzel fuhr bis 2014 zweigleisig: Sie nahm Klavier- und Geigenunterricht am Konservatorium in Luxemburg. Dann merkte sie allerdings, dass sie sich mehr ins Klavierspiel hinein kniete und hörte mit dem Geigenunterricht auf. Im kommenden September spielt sie am Conservatoire Royal in Brüssel vor; wenn sie überzeugt, beginnt sie im Herbst am international angesehenen Institut ein Musikstudium.
Morgen Abend ist sie erst einmal in Neimënster, wo die junge Pianistin Gast der neuen Konzertreihe „Tremplin“ist, die von den Verantwortlichen des Kulturzentrums eingeführt wurde, um jungen Klassik-Nachwuchstalenten eine Bühne zu bieten. Dem Klavier lief die junge Musikerin quasi schon als Kleinkind über den Weg: Ihre Mutter, ebenfalls Pianistin, spielte der Tochter schon sehr früh Stücke vor. Dennoch entschied sich Wenzel im Alter von sechs Jahren zuerst für die Geige, mit acht kam sie dann zum Klavier.
Nach ihrer Ausbildung am Conservatoire du Nord wechselte sie ins Konservatorium der Hauptstadt. Hier war niemand geringer als Jean Muller ihr Dozent. Das sechzigminütige Programm, das sie für den Auftritt morgen Abend um 17.00 zusammengestellt hat, enthält zahlreiche Werke, die das Publikum mitreißen sollen. Werke voller Energie wie Beethovens Sonate Nr. 18 op. 31 nr. Musikalisch wie technisch will sich die Musikerin in den kommenden Monaten und Jahren perfektionieren. Kammermusik würde sie auch interessieren, erklärt die Pianistin.
Konzert am 5. Juli um 17.00 in der Salle Robert Krieps www.neimenster.lu


