MONDORF-LES-BAINS
C.S.

Das Thema Wasser dominierte die letzte Sitzung des Mondorfer Rates

Bürgermeisterin Maggy Nagel (DP) konnte den kompletten Gemeinderat zur 17 Punkte umfassenden Ratssitzung begrüßen. Traditionell wurde die Sitzung mit Informationen des Schöffenkollegiums und Fragen der Gemeinderäte eröffnet. Nach Erhalt der kommunalen Anteile an Gewerbesteuer und Spielgeldabgabe klafft ein solides Einnahmenloch von rund 550.000 Euro im berichtigten Haushalt 2012. Dieses könnte aber, so eine vorsichtige Bürgermeisterin, durch eine erhöhte Einnahme aus der Staatszuteilung (Dotation de l’état) wettgemacht werden.

Teilbebauungspläne Franz Clement I & II genehmigt

Die beiden Teilbebauungspläne, entlang der avenue Franz Clement, wurden durch den Innenminister genehmigt. Die Abrissgenehmigung wurde ebenfalls bereits erteilt, sodass diese Projekte endlich realisiert werden können.

Maggy Nagel erinnerte noch einmal an die Störmanöver gegen diese Projekte durch die örtliche CSV-Sektion. Drei Vorstandsmitglieder, was sicherlich kein Zufall war, legten Einspruch gegen diese Projekte ein wegen des fadenscheinigen Argumentes, die Villa Marie-Louise müsse erhalten bleiben. Durch eine Privatinitiative sollte dieses Haus auf die Liste der erhaltenswerten Gebäude gesetzt werden. Rat Gérard Bichler (CSV) ging kurz auf die Aussagen ein und wechselte das Thema indem er verlauten lies, die Tourismusministerin höre nichts mehr von der Gemeinde in Sachen Erlebnisbad.

Die Bürgermeisterin nahm diesen Faden auf und erläuterte sämtlichen Anwesenden, dass es sich genau anders herum verhalte und die Gemeinden der Region auf ein Zeichen des Ministeriums warten, wobei dieses auch bereits anklingen lies, dass bedingt durch budgetäre Engpässe andere Prioritäten gesetzt würden. Andere Fragen seitens der Räte Lélia Dolinski-Schwachtgen (DP) und Christian Dublin (CSV) wurden durch das Schöffenkollegium beantwortet.

Einigkeit bei der Wasserpreisgestaltung

Die Debatte über den Wasserpreis, bedingt durch ein Rundschreiben des Innenministers, zeigte eine seltene Einigkeit im Rat. In der Tat unterstrichen die Sprecher sämtlicher Parteien, dass sie gegen die Einführung eines Einheitswasserpreises sind und einen harmonisierten Wasserpreis bevorzugen.

Die Räte Arsène Weicker (DP), Sonja Zbinden (LSAP) und Christian Dublin sind der Meinung, dass die Gemeindeautonomie gewahrt werden muss. Hier müsse klar an den Bürger gedacht werden, zumal die Gemeinde in der Vergangenheit regelmäßig viel in die Infrastrukturen investiert hat, so Rat Steve Reckel (DP). Eine Motion seitens der CSV erwies sich nach dieser Debatte als überflüssig.

Krach um Quelle

Für mehr Diskussionsstoff sorgte eine weitere Motion der Oppositionspartei. Obwohl in einer internen Gemeinderatssitzung den Räten und dem Schöffenkollegium Experten des Wasserwirtschaftsamtes und eines Planungsbüro Rede und Antwort gestanden hatten, um zu erklären, weshalb die gemeindeeigene Quelle in Altwies geschlossen wurde, verlangte der Oppositionsprecher eine weitere Analyse der verschmutzten Quelle, wobei er direkt die Neutralität des Planungsbüros anzweifelte und sogar Absprachen unterstellte. Maggy Nagel wies energisch darauf hin, dass das Wasserwirtschaftsamt die Schließung der Quelle verlangte und neue Bohrungen durch das Wassersyndikat SESE erfolgen um eine neue Quelle zu erschließen.