LUXEMBURG
JEFF KARIER

Sängerin Christina Kalyss präsentiert ihre erste EP heute im „Gudde Wëllen“

Musik war in meiner Familie schon immer präsent“, erklärt Christina Kalyss, deren Vater in jungen Jahren selber Musiker war. Und auch ihr Onkel und ihre Cousinen sind sehr musikalisch. Selber auf der Bühne stand die junge Sängerin bereits im Alter von neun Jahren und 2017 konnte sie bei „The Voice of Germany“ neben Yvonne Catterfeld auch Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier von sich überzeugen. „Das war eine tolle Erfahrung, ich habe tolle Leute kennengelernt und es hat besonders viel Spaß gemacht mit der Band zu spielen.“

Keine musikalischen Grenzen

Damals trat sie noch unter ihrem bürgerlichen Namen Christina Rodrigues auf. Mit dem Künstlernamen Kalyss wolle sie die Privatperson und die Sängerin voneinander trennen. „Ich bin irgendwann mal auf den Namen gestoßen und mir hat der Name phonetisch sehr gut gefallen“, erklärt die Sängerin. Allerdings hatte der Name eine andere Schreibweise, und zwar unter anderem ein C statt eines K und einem I anstelle eines Y. Unter dem Namen ist sie seit September letzten Jahres aktiv, als sie ihren ersten Song „DTMWTD“ (Don’t Tell Me What To Do) veröffentlichte. Kurz darauf folgte „Stoner Boy“. Mit diesen stellte sie nicht nur erneut ihr Talent unter Beweis, sondern auch ihre musikalische Vielseitigkeit. Denn beide Songs sind recht unterschiedlich und bieten eine andere Atmosphäre.

Weitere Facetten ihrer Musik wird man heute entdecken können. Denn dann präsentiert die 22-Jährige ihre erste EP „For January it’s Blue“ im „Gudde Wëllen“ mit insgesamt drei neuen Songs. Wobei Kalyss selber von einem Tiny Player (TP) spricht. Dies wird dann auch ihr erster Auftritt als Christina Kalyss.

Ihre Musik beschreibt Kalyss als alternativen R’n’B mit Pop-Einflüssen. Allerdings denke Kalyss nicht wirklich in Genres und lässt sich durch solche Definitionen auch nicht musikalisch einschränken. „Ich mache einfach Musik, die mir gefällt. Es kann also sein, dass sie in zwei Jahren ganz anders klingt“, meint Kalyss. Sie wolle in den nächsten Monaten und Jahren auch mit vielen anderen Musikern und Produzenten zusammenarbeiten, was wiederum großen Einfluss auf ihre eigene Musik haben dürfte. Aktuell arbeitet sie mit ihrem Freund und Produzenten Emerine Samuel zusammen. Mit ihm hat sie auch die zwei Videos ihrer Songs gemacht. Ihre Texte schreibt Kalyss jedoch selber. In den letzten Wochen war Kalyss sehr aktiver auf den sozialen Netzwerken, nicht zuletzt, um ihre Release-Show zu bewerben. Aber auch sonst hat sie Einblicke hinter die Kulissen gewährt und immer mal wieder Kostproben von ihren Songs und ihrem Können gegeben. „Das ist als junge Sängerin, die ihre ersten Schritte in der Musik macht, wichtig. Es ist ein Schaufenster von dem, was man macht“, meint Kalyss. Jedoch sei sie noch dabei dir wichtige Balance zu finden. „Social Media darf nicht wichtiger als die Musik an sich werden.“

Schritt ins Ausland

Mit Blick auf die luxemburgische Musikszene, die sich seit Jahren gut entwickelt und professionalisiert, empfindet Kalyss Luxemburg als eine gute Basis. „Es werden viele Hilfen und Unterstützung angeboten. Außerdem knüpft man sehr schnell Kontakte.“ Allerdings müsse man den Schritt ins Ausland doch recht schnell wagen, da Luxemburg als Musikmarkt zu klein ist. „Man hat schnell die Runde gemacht.“ Auch wenn noch keine weiteren Konzerte feststehen, ist es laut Kalyss die Idee, sobald eine gut funktionierende Live-Show besteht, wird sie auch die ersten Auftritte im Ausland anstreben.

Wer heute Abend auf die Release-Party in den „Gudde Wëllen“ kommt, den erwarte neben Christina Kalyss samt Live-Band zwei weitere Musikacts. Zum einen die Singer-Songwriterin „C’est Karma“ sowie Dj Ventura. Der Eintritt kostet im Vorverkauf über www.deguddewellen.lu sieben Euro und an der Abendkasse zehn Euro. Die TP ist ab heute digital auf den üblichen Plattformen wie Spotify und iTunes verfügbar.

Alle weiteren Informationen, Videos und weitere Konzerttermine finden Sie auf www.christinakalyss.com