CLAUDE KARGER

Die „Revue“ hat der Besuch des kubanischen Außenministers Bruno Rodriguez Parrilla vergangene Woche derart unkalt gelassen, dass es der Mann sogar auf die „Skandale und Affären“-Doppelseite geschafft hat. „Bei Parrilla, zu Deutsch „Grill“, denkt man an saftige Steaks. Bei dem kubanischen Chefdiplomaten kam eher die Assoziation mit Eisbein auf“, findet das Wochenblatt. Na, wir genießen unsere Schweinshaxe noch immer lieber heiß und mit Sauerkraut. Allerdings werden wir in Zukunft ein bisserl verzichten und dem subtilen Rat des „Revue“-Chefredakteurs folgen, der richtigerweise schrob: „Denn was wären wir ohne Ausländer? Nie und nimmer hätte unser Land es zu dem gebracht, was es heute ist - eines der reichsten Länder der Welt, in dem es dem Gros der Bevölkerung sehr gut geht und an gar nichts fehlt. Außer vielleicht an Bewegung, angesichts der ganzen Wohlstandsbäuche...“ Ja, ja. Wir haben verstanden und werden uns sogleich ein Trainingsprogramm zusammen basteln. Kann man das übrigens schon bei diesem schwedischen Möbelhaus? Auf jeden Fall kann man laut „tageblatt“ auf dessen Webseite nun sogar heiraten. Familie, Pfarrer und Amigos können zur virtuellen Zeremonie dazu geschaltet werden. Fantastisk! Nicht so tøll: Die Helfer, um die Hochzeitssuite zusammen zu schrauben, hat man mit dem System nicht gleich bei Hand.

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