Völlig zu Recht macht sich der „Wort“-Editorialist so seine Gedanken über Spenden in der „Ice Bucket“-Ära: „Erhält derjenige das Geld, der am medienwirksamsten den Affen machen kann?“ Nun, letztere Strategie hat ja schon in anderen Bereichen gefruchtet, aber bitte nicht im Kampf um den Spendenkuchen einsetzen. Wer das wünscht, steht natürlich auch in der Pflicht, gute Zwecke ordentlich zu unterstützen. Wobei: Ein bisschen originell dürfen Kampagnen natürlich sein. Allerdings solle man Eiswürfel dort hintun, wo sie unbedingt hingehören, „nämlich ins bunte Getränk“, empfiehlt das „Wort“. Wie wahr. Auch wir ergötzen uns sommers lieber an einem Mojito oder eisgekühltem Bommerlunder. Der bei der miesen Wetterlage sicher vorzüglich in einen „Chill Room“ munden würde, wie ihn die nunmehr staatlich subventionierten Piraten in ihrem Haupthafen angelegt haben. Kapitän „Sven im Glück“ verdeutlicht allerdings im „Wort“, dass kielgeholt wird, wer den Kauf der neusten Xbox vorschlägt. Das Gros der 11.300 Euro Steuergelder monatlich lande im Sparstrumpf. Schließlich stehen harte Zeiten bevor: „Les „low-hanging fruits“ (ndlr: objectifs faciles à atteindre) ont tous été cueillis“, läutete der Vizepremier gegenüber dem „Jeudi“ die Alarmglocke. Hoffentlich bleibt noch was zum Spenden.
Eiskalt gechillt
journal.lu - 28.08.2014

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