FRANKFURT

IAA in Frankfurt soll neue Zeichen setzen für alternative Antriebssysteme in Autos

Unmittelbar vor dem Start der weltgrößten Automesse sehen die Veranstalter die IAA (12. bis 22.9.) als Startrampe für das Zeitalter der Elektromobilität. „Die IAA zeigt: Die Elektromobilität ist keine Vision mehr, die E-Autos kommen jetzt auf die Straße. Die IAA macht damit das Fenster zur Zukunft ganz weit auf“, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am gestrigen Montag in Frankfurt. Allein die deutschen Hersteller würden bis Ende kommenden Jahres 16 Serienmodelle mit elektrischem Antrieb auf den Markt bringen.

Alternative Antriebe im Mittelpunkt

Die strengeren Grenzwerte in der EU für den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) zwingen gerade die deutschen Hersteller dazu, die meist in der Oberklasse Geschäft machen, mehr E-Autos auf die Straße zu bringen. Die Einsparpotenziale durch kleinere Hubräume, weniger Zylinder, Hochaufladung und Leichtbau seien weitgehend ausgeschöpft, betonte Wissmann: „Das für 2020 geplante 95-Gramm-Ziel ist ... nur erreichbar, wenn es bei den Neuzulassungen einen erheblichen Anteil an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben gibt - sprich: Wenn viele Elektroautos gekauft werden.“

Die 65. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) wird am 12. September von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel eröffnet. 159 Weltpremieren sollen die Lust am Neuwagen wecken. Das zweite Top-Thema neben Elektromobilität ist das digital vernetzte Auto, das Hindernisse auch hinter Bergkuppen oder Kurven erkennt. Wissmann rechnet erneut mit Hunderttausenden Besuchern: „2011 war die Besucherzahl schon außergewöhnlich hoch. Ich wäre froh, wenn wir dieses Ergebnis wieder erreichen.“ 2011 waren 928.000 Besucher gezählt worden. Die Zahl der 1012 Aussteller von der jüngsten IAA wird 2013 mit 1.098 übertroffen.dpa