Die Initiative „Neiwahlen elo!“ hatte gestern zu einer gemeinsamen Protestkundgebung aufgerufen. Und nicht wenige waren dem Aufruf gefolgt, was klar den Unmut der Luxemburger über die jüngsten Ereignisse verdeutlicht. „Wir befinden uns in einer tiefen Staats- und Legitimitätskrise“, lautete das allgemeine Credo. Tagtäglich würden neue brisante Details aufgedeckt, rechtsstaatliche Prinzipien offensichtlich untergraben, derweil sich die höchsten Institutionen des Landes mit gegenseitigen Schuldzuweisungen in Schach hielten, so die Vorwürfe der Demo-Organisatoren. Als Bürger dürfe man nicht länger nur vom „Spielfeldrand“ zusehen, das Prinzip des „Business as usual“ könne sich das Land nicht mehr leisten.
Der Nationalfeiertag bot natürlich den idealen Rahmen, um auf die Straße zu gehen und Neuwahlen zu fordern. Nur so könne die Legitimation der luxemburgischen Regierung wieder hergestellt werden, hieß es. Damit wurde ein klares Zeichen „für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und eine politisch sichere und stabile Zukunft“ gesetzt. Dies unterstrichen auch u.a. Patrick Hurst und Serge Kollwelter in ihren jeweiligen Reden.


