CLAUDE KARGER

Da haben wir’s schwarz auf weiß: „Luxemburger sind die emsigsten Bienen der Welt“, meldete gestern freudig das „Essentiel“ im Netz. Angeblich würden laut „Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“ - tatsächlich stammen die Zahlen aber natürlich von der „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit- und Entwicklung“ - in keinem anderen Land der Welt die Arbeitnehmer mehr Geld pro Stunde erwirtschaften.

Na ja, laut dem ursprünglich vom „Time Magazine“ veröffentlichten Kalkül, in dem noch 180.000 Grenzgänger fehlen und auch nicht drin steht, wo denn die flottesten Bienen zu finden sind, wird hierzulande im Durchschnitt auch nur 29 Stunden die Woche gearbeitet... Schön wär‘s, nicht wahr. Dass alle, die im Großherzogtum malochen aber ganz schön bienenfleißig sind, lässt sich indes nicht abstreiten. Bienenfleißig war dieser Tage auch der LSAP-Fraktionsboss, der gestern im „T“ ganz schön gegen das „Rechtskartell“ aus CSV und ADR stichelte, die Steuer- und Haushaltspolitik zusammenpieksten wo es nur ging, wobei „selbst konservative“ internationale Institutionen Luxemburg auf dem richtigen Kurs sehen würden. Eine „schwarze Nebelwand“ habe die rechte Opposition gelegt. Wenn sie sich da mal nicht verfliegt...