Derweil der aktuelle Vizepremier Etienne Schneider nun schon seit geraumer Zeit mit Haut und Haaren, pardon, mit Haut und Schädel von der Bildfläche verschwunden ist (sich gut informierten Kreisen zufolge aber hin und wieder noch immer politisch betätigen soll) nimmt uns der gewesene Vizepremier und Immer-noch-Außenminister mal wieder regelrecht die Gedanken aus dem Kopf, hat er in einem von der Erzbistumszeitung organisierten Referendumsduell mit seinem christlichsozialen Kontrahenten Wiselesch Claude doch das Gefühl, „dass es in den letzten Tagen fast etwas zu viel des Guten war“, und „dass die Bürger dem ganzen fast überdrüssig wurden“. Hätte er auch noch das „fast“ weggelassen, wir wären absolut der gleichen Meinung.
Seine ganz eigene Meinung hat Jean Asselborn, der nun schon elf Jahre Jean Asselborn sein darf, indes in Bezug auf die Ministermandatsbegrenzung; hier sei er „aus autibiografischen Gründen nicht die geeignete Person, um die Begrenzung zu verteidigen“. Er sei allerdings „nicht so wichtig, dass es eines Referendums bedarf, um mich aus dem Amt zu jagen“, ganz so, als würde die LSAP tatsächlich freiwillig auf ihr bestes Pferd im Stall verzichten. Und morgen wird angekreuzt...


