PASCAL STEINWACHS

CSV-Europamensch Frank Engel, ziemlich frisch gebackener Ehegespons und immer noch großer Berg-Karabach-Freund, kam gestern im ersten Teil der „Wort“-Sommerloch-Serie über das Europaparlament zu Ehren, nur weil er jünger als die anderen großherzoglichen Europaabgeordneten ist, erwecke die EU-Politik doch „oft das Bild der grauen und ewigen Europäer à la Jean-Claude Juncker, Herman Van Rompuy oder Werner Langen“, wie der erzbistumszeitungsliche Brüssel-Korrespondent sich mit der gebotenen Despektierlichkeit über die EU-Großväterchen verlustierte. Engel selbst, der auch schon 42 ist, fühlt sich jedoch inzwischen wohler als bei seinem ersten Mandat im Jahre 2009: „Irgendwie wird man automatisch ernster genommen, sobald das Alter mit einer vier beginnt“.

Vizepremier Schneider (Jahrgang 1971) ist sogar noch älter, und wird infolgedessen noch ernster genommen. So posteten er wie auch sein Wirtschaftsministerium dieser Tage dann auch voller Stolz in den sozialen Medien, dass die Arbeitsgruppe „Energiezunkunft Lëtzebuerg“ an der Umsetzung der Rifkin-Studie (nicht zu verwechseln mit George A. Romero) arbeiten würde. Wie sagte doch gleich nochmal eine frühere DP-Ministerin: „Den Anvenir leit an der Zunkunft“...