LUXEMBURG/DIEKIRCH
JK

Traditionelle Militärparade in Diekirch im Vorfeld des Nationalfeiertages

Um ihre Verbundenheit mit der Garnisonsstadt zu unterstreichen, organisiert die Armee seit 1956 im Vorfeld des Nationalfeiertages eine Militärparade in Diekirch. Vor dem Defilee durch die Rue de Stavelot fand gestern eine offizielle Zeremonie an der „Kluuster“ statt, die unter dem Kommando von Colonel Yves Kalmes, Kommandant des Diekircher „Centre Militaire“ (CM), stand. Zusammen mit Armeechef General Alain Duschène schritt der neue Verteidigungsminister François Bausch ein erstes Mal die Truppen ab.

In seiner Ansprache erinnerte der Minister daran, dass in diesem Jahr der 75. Jahrestag der Befreiung des Großherzogtums nach dem Zweiten Weltkrieg begangen wird. Die Armee habe in der Vergangenheit dazu beitragen, die Sicherheit des Landes mit all seinen Einwohnern zu gewährleisten und somit die Werte von Frieden und Freiheit zu verteidigen, sagte Bausch. Auch über die Grenzen hinaus habe die Armee zu Frieden und Stabilität beigetragen, beispielsweise in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo und im Kongo. Ferner sprach Bausch die derzeit laufenden Reformen in der Verteidigung an und wies darauf hin, dass weiter in die Armee investiert wird. In den kommenden Jahren sollen die Infrastrukturen und die Ausstattung der Armee modernisiert werden. Auch müsste der Bevölkerung künftig besser vermittelt werden, dass die Armee nicht ausschließlich aus Soldaten besteht, sondern auch aus Zivilpersonal.

Auf seine kurze Amtszeit als Verteidigungsminister zurückblickend hob Bausch den tragischen Unfall in Waldhof am vergangenen 14. Februar hervor, bei dem zwei Mitglieder des Minenräumkommandos, Luc Derneden und Mike Van De Berg ihr Leben ließen und zwei weitere, John Lanser und Joé Cottong, verletzt wurden. Ferner gedachte Bausch dem Polizisten Frank Van Den Berkmortel, der sein Leben bei dem Unfall in Lausdorn am 14. April vergangenen Jahres ließ, und der Polizistin Tania Schaul, die schwer verletzt wurde.

Anschließend wurden Verdienstorden an die Armeeangehörigen ausgehändigt.