ESCH/ALZETTE
GASTON SPECK

Luxemburgisches Versorgungsunternehmen konnte seinen Umsatz 2013 steigern

In Esch-Alzette stellte die Enovos-Gruppe gestern ihren Jahresbericht 2013 vor. Trotz der doch recht schwierigen wirtschaftlichen Lage, so Verwaltungsrat Präsident Marco Hoffman, sei es dem Konzern gelungen, seinen letztjährigen Jahresumsatz um 11,7% auf nunmehr 2.950,6 Millionen Euro zu steigern.

Im Bereich Elektrizität sei der Verbrauch um 0,95 %, beim Erdgas um 15,3% zurückgegangen und demzufolge seien Investitionen in die Ausweitung von Netz und erneuerbaren Energien von unbedingter Notwendigkeit.

Hohe Investitionen in erneuerbare Energien

Guy Weicherding, CFO Enovos International S.A. und Michel Schaus, Chief of Operational Support Enovos International S.A., betonten, der Nettogewinn in Höhe von 96,7 Millionen liege um 20,9 Millionen unter dem des Vorjahres (117,6 Mio. Euro). Letzterer enthielt jedoch 39,5 Millionen aus dem Verkauf von Anteilen an einer deutschen Firma. Ohne diesen Deal hätte man Ende 2013 ein Mehr von 18,6 Millionen an Gewinn eingefahren. Die Gesamtbilanz stieg wegen der Investitionskosten von 270,4 Millionen Euro, hauptsächlich für Netzaktivitäten und erneuerbare Energien (77%). Zu deren Finanzierung musste übrigens ein Schuldscheindarlehen über 102 Mio. Euro getätigt werden.

Marktanteile in allen Domänen gefestigt

Jean Lucius, CEO Enovos Luxembourg S.A., ließ wissen, dass im vergangenen Jahr 17.260 GWh an Strom- sowie 34.869 GWh an Naturgasenergie abgegeben wurden. Enovos habe somit seine Marktanteile in allen Kundendomänen festigen können.

Bereits im Januar sei das Düdelinger Gaswerk mit seinen 5.000 Kunden in den Besitz von Enovos übergegangen. Das Konzept „Mobigas“, Stationen mit natürlichem Biogas für jede Art von Fahrzeugen, wurde in Betrieb genommen. Darüber hinaus habe man die Anteile an der Gesellschaft „NPG energy“ auf 50,98% erhöht und damit die Bereitschaft unterstrichen, im Bereich erneuerbare Energien in Belgien und in den Niederlanden größere Präsenz zu zeigen.

Die Gesamtproduktion auf der Grundlage von erneuerbaren Energien der Gruppe Enovos stieg gegenüber 2012 um 34% (+510 GWh). Dies gelte auch für die Nettokapazität, die im gleichen Zeitraum von 243 MW auf 290 MW anstieg. Der Internetdienst e.connect für Strom und Gas steht sowohl allen Enovos-Kunden als auch jenen von Leo S.A. (85.000)seit Juni 2013 zur Verfügung.

Neuer Enovos-Sitz im Escher „Schlassgoart“

An das Erdgasnetz von Creos sind mehr als 90 Prozent der Luxemburger Bevölkerung angeschlossen, erklärte Creos-Verwaltungsratspräsident Mario Grotz. Der Stromverbrauch habe 2013 mit 4.856,8 GWh um 0,1% im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Zum Verbrauch von Erdgas erläuterte Romain Becker, CEO Creos, der Verkauf sei gegenüber 2012 mit 11.499 GWh um 15,3% rückläufig gewesen. Creos habe 2013 etliche Millionen Euro in das Netz investiert und werde diese Politik in den kommenden Jahren fortsetzen.

Zum Schluss wies Marco Hoffman darauf hin, dass die Enovos-Gruppe ihre Strategie „Vision 2020“ sowohl in Luxemburg als auch in den Nachbarländern in den kommenden Jahren weiterhin umzusetzen gedenke. Zudem erinnerte der Verwaltungsratspräsident an die im Monat Juni 2014 vorgesehene Eröffnung des neuen Enovos-Verwaltungsgebäudes im Escher „Schlassgoart“.