LUXEMBURG
CATHERINE NOYER

Yann Castano, von Gault & Millau ernannter Chef des Jahres 2018, überzeugte im Hotel Sofitel mit einem „Déjeuner dégustation“

Gambas aus Wildfang mit Artischockenstücken, Blutorangenspalten und sizilianischen Mandeln - bei einer solchen Komposition läuft wohl jedem das Wasser im Mund zusammen. Die glückliche Tafelrunde, die dieses Hors d’Oeuvre nach einem Amuse Bouche mit im Ofen gegartem Kohl in Pistazien-Sabayon, genießen durfte, bestand aus einer Vielzahl von Medienvertretern. Diese waren zu Ehren der Auszeichnung von Yann Castano durch den Gault & Millau zu Luxemburgs Chef des Jahres 2018 ins Restaurant „Oro e Argento“ im Hotel Sofitel Luxembourg Europe geladen.

„Eine solche Auszeichnung hatte ich gar nicht erwartet. Eines Nachmittags im letzten November kam ein Anruf des Direktors des Gault & Millau, der mir sagte, ich sei der Koch des Jahres 2018. Ich nehme diese Lorbeeren aber nicht nur für mich, sondern auch für mein Team, das hinter mir steht“, erläutert der Küchenchef. Die Tester des berühmten Restaurantführers seien wohl mehrere Male vor Ort gewesen, um sich von einer gleichbleibenden Qualität zu überzeugen, ist sich der Chefkoch sicher. Vor 16 Jahren begann Yann Castano im Sofitel in Luxemburg als Chef de Partie, arbeitete sich dort nach oben.

Überraschende Auszeichnung

„Jetzt ist mein ganzer Stolz diese Auszeichnung, mit der ich nie gerechnet hätte. Aber mein Ehrgeiz hat sich gelohnt“, sagt der 38-Jährige. Zuständig ist er für die gesamte Gastronomie des Hotels aber besonders für das Restaurant „Oro e Argento“, das auf italienische und andere mediterrane Speisen spezialisiert ist.

Krabben-Agnolotti auf einer Prosecco-Reduktion mit kandierter Zitrone, ein rosé gebratenes Entenfilet mit Rote Beete Variationen - von dem alle schwärmten! -, bildeten die Fortsetzung des „Menu dégustation“, das der Küchenchef vorbereitet hatte.

Effektvoll wurde das Dessert - eine goldene Schoko-Haselnuss mit Amarettocreme - Füllung - unter einer Glasglocke serviert. Als die Kellner diese entfernten, verbreitete sich ein rauchiger Duft, der der Süßspeise eine besondere Note verlieh.