LUXEMBURG
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Vor der Generalversammlung: Wie steht das Syfel zum Gegenvorschlag von Minister Kersch?

Ein Treffen mit dem Generalvikar am Montag, Generalversammlung des Syndikats der Kirchenfabriken (Syfel) an diesem Dienstag und am Mittwoch Thema im Regierungsrat: Im Dossier Kirchenfabriken herrscht seit der vor einer Woche gefundenen Einigung zwischen Syfel und Bistum wieder Bewegung.

Weil der Vorschlag von Syfel und Bistum nicht konform zur im Januar 2015 zwischen Regierung und Bistum unterzeichneten Konvention sei, die die Abschaffung der Kirchenfabriken vorsieht, hat Innenminister Dan Kersch zwischenzeitlich einen Gegenvorschlag gemacht. Bistum und Syfel machte Kersch klar, „dass wir unter Zeitdruck stehen“. Eigentlich sollte das Gesetz, mit dem die Konvention in diesem Punkt umgesetzt werden sollte, bereits zum 1. Januar 2017 in Kraft treten.

Kerschs Vorschlag war nun am Montag Gegenstand eines Treffens zwischen Innenministerium und Bistum. Ein Treffen, über das bislang wenig bekannt ist. Kersch kündigte an, die Anpassungen am Gesetzesentwurf in der heutigen Sitzung des Ministerrats einbringen zu wollen. Sie sollen präzisieren, wie innerhalb des Fonds Unterorgane definiert werden können, die auch über eine eigene Rechtspersönlichkeit verfügen können.

Mit Spannung im Hinblick auf diese Fragen wird die Generalversammlung des Syfel heute Abend erwartet. Bei dieser Gelegenheit könnte auch zur Sprache kommen, ob das Syndikat weiterhin juristisch gegen den Erzbischof und die Regierung vorgeht. Das Syfel vertritt die Ansicht, dass Bistum und Regierung nicht dazu befugt waren, über die Kirchenfabriken zu entscheiden.