LUXEMBURG
LJ

Heute werden keine weiteren Niederschläge erwartet

Nach den heftigen Überschwemmungen gestern, gibt es auch heute noch keine endgültige Entwarnung. Während der ersten Hälfte der Nacht von Montag auf Dienstag kam es vor allem im Zentrum und Westen des Landes zu erheblichen Niederschlägen. Die „Central des secours d’urgence“ (CSU, 112) bemerkten ab 21.00 einen erheblichen Anstieg der Notrufe - hierbei handelte es sich vor allem um überflutete Keller und Straßen. In Mertzig und Mertert steckten zwei Autos auf überfluteten Straßen fest, insgesamt drei Personen mussten von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden. 50 Feuerwehr- und Rettungszentren mussten für die insgesamt 270 Interventionen mobilisiert werden. Gegen 2.00 normalisierte sich die Situation, was allerdings keine Entwarnung bedeutete.

Weiterhin aufpassen

Neben der Mosel kam es auch an der Alzette zu einer schnellen Überschreitung der Meldestufe 2 (cote d’alerte). Dies ist vor allem auf die schnelle Reaktion der kleinen Gewässer und auf Oberflächenabfluss zurückzuführen. Auch an den Nebengewässern der Alzette sowie an Syre, Chiers, Ernz Noire und Ernz Blanche wurden sehr rasch ansteigende Wasserstände verzeichnet. An der Eisch und der Attert wurden die Meldestufen 2 ebenfalls erreicht, teils sogar überschritten. Die Gewässer im Norden des Landes wie Obersauer, Wiltz und Our zeigten gestern zum Teil noch steigende Tendenzen, ein bedeutender Anstieg wurde aber ausgeschlossen. Mittlerweile scheinen die meisten Gewässer fallende Tendenzen zu zeigen, auch wenn sie nur langsam fallen.

Die Mosel wird allerdings vermutlich noch bis mindestens heute Abend weiter ansteigen. Die Voralarmstufe von 620 cm wird vermutlich bis heute Morgen erreicht werden, das Maximum ist nicht vorhersehbar. Weiterer Niederschlag wird für heute nicht mehr erwartet. Ebenfalls wird geschätzt, dass ein Wasserstand von 640 cm (Remich: 538 cm) heute Nachmittag überschritten wird.

Neuesten Meldungen nach ist in den Einzugsgebieten der Sauer, Alzette, Chiers und Syre aber nicht mehr mit einem deutlichen Anstieg der Wasserstände zu rechnen. Trotz fallender Tendenz der Wasserstände im gesamten Einzugsgebiet sind kurzzeitige Anstiege der Wasserstände, vor allem an kleineren Gewässern, aufgrund von einsetzenden Niederschlägen jedoch nicht auszuschließen. Daher empfiehlt der CGDIS weiterhin überflutete Straßen zu meiden und auf mögliche Trümmer auf Fahrbahnen zu achten.