LUXEMBURGPATRICK VERSALL

„Sammlungen in Bewegung“ der Villa Vauban geht in die zweite Runde

Um die anhaltende Affenhitze zu bekämpfen hat jeder seine eigenen Mittelchen parat. Die einen zieht es ins Freibad, die anderen haben den Eisschrank als Sommerresidenz auserkoren. Hydrophobe und Frigophobe sowie alle anderen selbstverständlich auch, dürfen sich in den kommenden Woche gerne durch die angenehm temperierten Ausstellungsräume der Villa Vauban bewegen, wo zurzeit Werke aus vier Jahrhunderten im Rahmen des „Sammlungen in Bewegung“-Projektes gezeigt werden.

Beim Rundgang durch die Räume fallen einem auf Anhieb zwei Dinge auf: Erstens hängen an den Wänden der Park-Villa auffallend viele Werke von luxemburgischen Künstlern. Und zweitens handelt es sich bei diesen Arbeiten sehr oft um zeitgenössische Kunst. Das Haus verschiebt keineswegs seinen zeitlichen Schwerpunkt in Richtung Gegenwart, doch demonstriert man in den kommenden Monaten unmissverständlich eine gewisse Offenheit zeitgenössischen Künstlern gegenüber. Und, wie die Kuratorin der Villa Vauban, Gabriele D. Grawe jüngst erklärt hat: „Moderne Kunst verändert die Räume“. Vor allem jene der Villa Vauban.

Zeitgenössische Blickfänger

In der Tat erwarten einen bereits zu Beginn des Rundgangs Blickfänger wie Frank Jons „Le sourire du souvenir“ oder Paul Kirps’ „Hifi 80“, moderne Werke, die lange ihr Dasein in den Lagerräumen des Kunstmuseums fristeten. Die Exponate durchlaufen einen Entstaubungs-Prozess - im wortwörtlichen wie auch im übertragenden Sinne. „Sammlungen in Bewegung“ heißt in erster Linie, die Arbeiten aus der eigenen Kollektion den Besuchern häufiger als bisher zu zeigen. Ob zeitgenössische Kunst oder alte Meister: Bevor die Werke das Depot verlassen, begutachtet Gisèle Reuter sie mit dem prüfenden Blick einer Restauratorin. Neben dem obligaten Entfernen des Schmutzes würde sie vor allem kleine Reparaturen an den Bilderrahmen durchführen, so die Villa Vauban-Mitarbeiterin. Die geballte Ladung an Kunst aus dem 17. , 18., 19. und 20. Jahrhundert gibt es noch bis zum 5. Januar 2014 in der Villa Vauban.
www.villavauban.lu