LUXEMBURG
ANNETTE DUSCHINGER

Parlamentarischer Sozialausschuss erhielt Aufschluss über den Pensionsfonds

Waren unsere Pensionsreserven zunächst auf Bankkonten „geparkt“, werden sie seit 2008 vom „Fonds de Compensation de la Sécurité Sociale, SICAV-FIS“ verwaltet und angelegt. Mit Erfolg angelegt, denn mit 12,63 Milliarden Euro ist er noch immer gut und auch immer besser bestückt. Die nächsten 10 bis 15 Jahre müssten die Pensionen demnach gut abgesichert sein.

Gestern wurde dem Parlamentsausschuss zur Sozialversicherung Bericht über den derzeitigen Stand erstattet und man konnte zufrieden sein. Denn nachdem die Erträge im Jahr 2011 bei nur 0,61% lagen, erfuhr der Fonds im vergangenen Jahr einen starken Zuwachs um 8,92%.

Ertrag lag 2012 bei 8,92%

Die Abgeordneten wollen aber in regelmäßigen Abständen nicht nur über nackte Zahlen informiert werden, sie interessieren sich auch dafür, ob die Reserven auch sozial verantwortlich angelegt sind - ein Thema spätestens seit vor zwei Jahren bekannt wurde, dass der Fonds in aus ethischer Sicht ruchbare Unternehmen investiert hatte. Anlagen in gut zehn Unternehmen, die mit Waffenproduktion, Kinderarbeit oder umweltschädlichen Produkte zu tun hatten wurden daraufhin abgestoßen und gründlichere Kontrollen eingeführt.

Aufsichtsrat zufriedenmit der Anlage-Strategie

Auch 2012 wurden an die 50 Gesellschaften wieder ausgeschlossen. Wie aus dem Aufsichtsratsbericht für 2012 hervorgeht, arbeitet man eng mit GES (Global Engagement Services) zusammen, die Unternehmen darin beraten und unterstützen, sich an internationale Richtlinien zu halten.

Der Aufsichtsrat zeigte sich mit der aktuellen Anlage-Strategie zufrieden, die der Krise trotzen konnte. Die einzige Optimisierung, die für 2013 ins Auge gefasst wird ist, in zwei neue Anlageklassen zu investieren: In Aktien mit kleiner Kapitalisierung („small caps“) und in solche, die sich auf Schulden von Schwellenländern beziehen.

Im einzelnen erzielten die Geldanlagen 2012 einen Ertrag von 0,71%. Mit den Euro-Obligationen konnte trotz Währungskrise ein Ertrag von 10,95% erreicht werden, während die weltweiten Obligationen 6,63% einbrachten. Aufgrund der generell starken Leistungen der Aktienmärkte konnten bei den Anlagen in weltweite Aktien 13,66% und bei Aktien, die sich auf die Märkte der Schwellenländer bezogen sogar 16,13% erzielt werden.