CLAUDE KARGER

Der „Wort“-Leitartikler gratuliert. Ein bisserl. „Mit ihrer Reform geht die Familienministerin die Erbsünde der Einführung des Elternurlaubs an. In Brüssel als Hilfe zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gedacht, wurde er in Luxemburg von der damaligen CSV-LSAP-Regierung als (zweifelhafte) Maßnahme gegen die Arbeitslosigkeit umgesetzt“. Endlich könne - das Einverständnis des Arbeitgebers vorausgesetzt - die Elternzeit flexibler genutzt werden“. Allerdings ist dem Mann die Lösung noch nicht flexibel genug, besonders für Mütter, die den ersten „congé parental“ direkt an den Mutterschaftsurlaub anhängen müssten. Uns dünkt, das wird in der Praxis sowieso bevorzugt. Merke: Auch der Vater kann die erste Elternzeit nehmen. Sozial selektiv sei das Ganze auch nicht, beanstandet der „Wort“-Mann, die neue Regelung würde „die gehobene Mittelklasse“ begünstigen. Da ist ja aber ein Deckel drauf. Eins auf den Deckel versuchten die Herren Lies und Eischen der Wohnungsbauministerin zu erteilen. Was die seit Antritt so angestellt habe? „Die Frage ist berechtigt, kommt aber reichlich spät“, findet das „Wort“. Und erinnert: „Dass der Logement aber jahrelang Chefsache war und trotzdem nichts passiert ist, scheinen die beiden CSV-Deputierten dabei irgendwie vergessen zu haben“. Verdammte Erbsünden.

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