CLAUDE KARGER

Der „Land“-Leitartikler befasste sich gestern mit den Nachhutgefechten im Kirchenfabriken-Krampf.

Da würden „nur noch einige lokale Immobilienverwalter der Pfarreien gegen die gottlose Regierung, ihren vor Gericht verklagten Erzbischof und wohl bald gegen den Herrn“ aufbegehren. Nun, eine Reihe Fragen gibt es dennoch zu des Innenministers Kirchenfabrikengesetz, der ja auch einen kirchlichen Immobilienfonds schafft.

Ein Fonds, dessen juristische Form der Staatsrat in seinem Gutachten im Juli zu definieren suchte „und herausfand, dass er „sui generis“ sei, das heißt, ihn wie das Schnabeltier und das Erdferkel, als unklassifizierbar klassifizierte“, wie das „Land“ feststellt. Das Tierchen wird also was ganz besonderes, eine öffentliche Einrichtung, die dem Erzbischof untersteht. Dann aber werde laut „Land“-Interpretation, „wird die geplante Trennung von Staat und Kirche wieder ein Stück zurück genommen, bleibt auch der nächste Bischof ein Stück Staatsbeamter sui generis“.

Naja, ein mächtiges Stück weiter gekommen ist besagte Trennung unter der liberalen Koalition aber schon, nicht wahr? Und Erdferkel können nicht nur ganz possierlich, sondern auch schön brav sein.