LUXEMBURG
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Am 1. November startete die weltweite Kampagne #Worldready des „The Duke of Edinburgh’s International Award“, um auf den Wert non-formaler Bildung aufmerksam zu machen. In Luxemburg ist diese Stiftung seit 25 Jahren durch den „Mérite Jeunesse Luxemburg“ unter der Schirmherrschaft von Großherzog Jean aktiv. Christine Gouverneur, zuständig für Qualität und Entwicklung beim „Mérite Jeunesse“ erklärt:

„Letzte Woche fand in Accra, Ghana, das 13. Forum der ‚Duke of Edinburgh’s International Award Foundation‘ statt. Alle drei Jahre treffen sich die Repräsentanten dieser in 130 Ländern tätigen Organisation, um über die Herausforderungen zu sprechen, die sich jungen Leuten heute auf ihrem Weg in die Gesellschaft und die Berufswelt stellen, sowie über die Möglichkeiten, die sich bieten, um diesen Weg leichter zu gestalten. Die ‚Duke of Edinburgh’s International Award Foundation‘ hat sich zum Ziel gesetzt, jedem jungen  Menschen zwischen 14 und 24 Jahren die Chance einzuräumen, sich selbst, seine Stärken und Talente zu entdecken. Dazu werden die Jugendlichen in vier Bereichen aktiv: Sie wählen eine Sportart, eine ehrenamtliche Tätigkeit, ein Talent und eine Expedition und praktizieren diese über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten, so dass sie möglichst viele praktische  Erfahrungen sammeln können,  um ihre Zukunft besser selbst in die Hand zu nehmen. 

Eine Umfrage im Auftrag der internationalen Stiftung hat ergeben, dass dafür der klassische Bildungsweg nicht reicht und die jungen Leute über den Klassensaal hinaus Erfahrungen sammeln müssen können. Von rund 10.000 jungen Teilnehmern aus 150 Ländern an der Umfrage der Stiftung gaben zwei Drittel an, dass die formale Bildung ihrer Meinung zufolge nicht ausreicht, um die Herausforderungen der gegenwärtigen Zeit meistern zu können. Sieben von zehn jungen Personen meinen, dass sie heute mehr Ungewissheit entgegen sehen als andere Generationen vor ihnen und sechs von zehn denken, dass Erwachsenwerden für sie komplizierter ist als für ihre Eltern und Großeltern. Sie schätzen Qualitäten wie Selbstvertrauen, Belastbarkeit, Entschlossenheit, Führungsqualitäten und Teamwork als besonders wichtig für ihren Erfolg ein.

Die ‚Duke of Edinburgh’s International Award Foundation‘ arbeitet nun bereits seit 60 Jahren daran, damit junge Leute diese Qualitäten erwerben können. Seither haben Millionen auf das Angebot zurückgegriffen. In Luxemburg waren es im vergangenen Jahr 1.033 und vor 25 Jahren 35. Insgesamt haben sich in einem Vierteljahrhundert rund 8.300 Kandidaten angemeldet. Ihr Programm und auch dessen Dauer und Rhythmus stellen sie gemeinsam mit ihrem Tutor zusammen. Alles ist auf freiwilliger Basis und niemand ist gezwungen, ein ‚Mérite Jeunesse‘-Programm  zu absolvieren, das immer vier Teilbereiche umfasst – eine Sportart, eine ehrenamtliche Tätigkeit, ein Talent und eine Expedition. Es geht also auch darum, aus der eigenen Komfortzone herauszukommen und sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Die jungen Leute, die ihr Programm von sechs Monaten absolviert haben, erhalten am Ende eine Bronzemedaille, jene die ein zwölfmonatiges Programm geschafft haben, werden mit Silber ausgezeichnet und eine Goldmedaille bekommen jene, die mehr als 18 Monate an sich gearbeitet – und etwas für die Gesellschaft geleistet haben. Denn das Gold-Programm beinhaltet auch die Teilnahme an einem sozialen oder kulturellen Projekt, oftmals im Ausland. Es gibt weder Vorbedingungen fürs Mitmachen, noch Benotungen. Das Programm ist ausdrücklich kein Wettbewerb, sondern soll eine individuelle Herausforderung darstellen. Die Teilnehmer halten die Fäden selbst in der Hand und können wichtige Erfahrungen fürs Leben gewinnen.“