LUXEMBURG
KIM GREIS

Vom grünen Elfen zum weltbekannten Helden

Der grüne Elf namens Link beglückt seit 30 Jahren Spieler, und wurde zu einem Wahrzeichen von Nintendo. Obwohl die Story des Helden Link, der stets die Prinzessin Zelda und die ganze Welt retten muss, erst einmal sehr klischeehaft wirkt, ist das Spiel selbst ein Meilenstein gewesen.

Da sich das Spiel doch sehr von Nintendos Steckenpferd Super Mario unterscheidet und sich auch deutlich von klassischen Rollenspielen abhebt, führte dies zumindest beim ersten Release zu Befürchtungen, dass das Spiel nicht gut ankommen wird. Doch die Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht, das Spiel war ein voller Erfolg und verkaufte sich Millionen mal. Nichtlineares Gameplay, das den Spieler durch zahlreiche Puzzles zum Nachdenken anregt, kam gut an und das Konzept konnte bis heute immer wieder überzeugen.

Tiefgreifende Handlung

Lange Zeit bemühten sich viele Fans, die Spiele der Hauptreihe in eine Timeline einzuordnen und es entstanden vielen verschiedene Theorien. Die in der „Hyrule Historia“ veröffentlichte offizielle Timeline zeigt, dass sie sich in drei Stränge aufspaltet, die Theorie wurde im Voraus nur von wenigen unterstützt. Es wurden jedoch auch bereits im Voraus getätigte Aussagen revidiert, was zeigt, dass die Timeline sehr komplex ist und sich selbst die Autoren nicht immer einig waren.

In allen Spielen gibt es den Helden Link, der die Prinzessin Zelda retten muss. Dabei ist Link ein Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener und es wird gemutmaßt, dass alle Links sowie Zeldas der verschiedenen Spiele Wiedergeburten eben dieser Charaktere aus dem - chronologisch gesehen - ersten Teil, „Skyward Sword“, sind. Deren Wiedergeburt, sowie die Wiedergeburt des Bösen Ganon, ist bedingt durch einen Fluch, der eben in diesem Teil ausgesprochen wird.

Bis heute erfolgreich

Die komplexe fesselnde Handlung sowie Puzzles, die zum Nachdenken anregen, sind sicher Elemente, die die Spieler immer wieder dazu bringen, sich den neusten Ableger zu besorgen. Daneben überzeugt vor allem der von Koji Kondo komponierte Soundtrack. Immer wiederkehrende Jingles, die zum Beispiel beim Öffnen von Schatzkisten ertönen, vermitteln dem Spieler ein gewisses Erfolgsgefühl. Andere Melodien sind fast weltbekannt; nicht umsonst tourt seit geraumer Zeit ein Orchester um die ganze Welt, um die Menschen mit der Videospielmusik zu begeistern.

Es mag ziemlich redundant klingen, aber grade die Mischung aus immer wiederkehrenden sowie neuen Elementen bringt die Fans dazu, ihre Liebe zu der Reihe von Spiel zu Spiel aufrechtzuerhalten. Neue Elemente können eine vollständig umgekrempelte Steuerung oder eine ganz andere Engine sein, auf der die Grafik basiert.

Trotz mancher Rückschläge blieb sich die Reihe immer treu und konnte bis zuletzt mit dem neustens Titel „Breath of the Wild“ punkten, wo die Serie dem Rollenspielgenre wieder näherkommt. Das Spiel konnte sowohl Fans als auch Kritiker überzeugen und gilt jetzt schon hinter „Ocarina of Time“ als eines der besten Zelda-Spiele überhaupt. Man kann sich sicher sein, dass sich die Langlebigkeit von „The Legend of Zelda“ weiterhin behaupten wird und es zurecht eines der Wahrzeichen von Nintendo ist und bleiben wird.