LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Seit Samstag sind die Schnäppchenjäger unterwegs - Branche zeigt sich zufrieden

Das Autofestival ist sowohl für Kunden als auch für die Autohäuser in Luxemburg ein wichtiger Termin. Seit Samstag und noch bis zum 5. Februar locken die Händler mit Angeboten. Wir haben erste Eindrücke gesammelt.

Bei Mercedes-Benz in Hollerich zeigte sich die Geschäftsleitung sehr zufrieden über den Auftakt. Am ersten Wochenende schon kamen wesentlich mehr Besucher als beim Startwochenende im vergangenen Jahr. Die Verkaufszahlen befinden sich im Planungsbereich. „Besonders gut laufen alle SUVs, wobei der GLC am meisten nachgefragt wird, gefolgt vom GLA“, erklärte Verkaufsdirektor Patrick Schmit. Allgemein gab es ein großes Interesse an der Kompaktklasse.

Aber auch Themen wie Diesel versus Benziner sowie alternative Antriebssysteme wie Hybrid und E-Modelle wurden diskutiert. Im vergangenen Jahr konnte der Smart Electric so ein Absatzplus von 24 Prozent verzeichnen. Mercedes-Benz startet mit fünf neuen Modellen ins Autojahr 2018. Das Autohaus hatte größere Umwälzungen hinter sich, weil es nach hundert Jahren im Privatbesitz im Dezember 2017 von der Schweizer Merbag-Gruppe übernommen worden war.

Schulungen der Verkäufer

Im Vorfeld des Autofestivals hatte das „House of Automobile“, in dem sich alle Branchenvertreter zusammengeschlossen haben, rund 180 Verkäuferinnen und Verkäufer weitergebildet, damit sie auf detaillierte Kundenfragen eingehen können. Generell sind die Kunden informierter und stellen mehr Fragen, heißt es in den Autohäusern. Laut Benji Kontz, Präsident der „Association des Distributeurs Automobiles Luxembourgeois“ (ADAL), liegt das vor allem an den Diskussionen rund um den Diesel.

Philippe Mersch, Präsident der „Fédération des Garagistes du Grand-Duché de Luxembourg“ (Fégarlux), die in absehbarer Zeit mit der ADAL fusionieren will, stimmt dem zu. Daher legt er viel Wert auf Weiterbildung. „Die Leute denken immer mehr über andere Alternativen als Diesel nach.“ In seiner „Garage Kremer“ in Mersch verkauft Mersch die Marken Kia und Subaru. „Bei uns liefen die SUVs gut, vor allem die kompakten Modelle. Wir haben aber auch Kunden, die ohne genaue Vorstellungen hereinkommen. „Das ist typisch für das Autofestival.“ Für Mersch ist das Autofestival ein großes Event: „Allein an diesem Wochenende haben wir 250 Besuche gezählt, wobei eine Familie als ein Besuch zählt. Das ist schon sehr viel.“

Interessenten haben noch bis zum 5. Februar Zeit, die Neuheiten der Branche zu entdecken.