LUXEMBURG
PATRICK VERSALL

„Mean to you“ haben ihre erste EP „Fallen“ veröffentlicht

Fantasielos gestaltete CD-Verpackungen geben in den meisten Fällen keinen bis wenig Aufschluss über den Inhalt der Musikkonserve.

Wäre dem so, so würde die erste EP der Ende 2012 gegründeten Vier-Mann-Combo „Mean to you“ doch ein glatte „6“ verpasst bekommen. In die Aufmachung der Platte hat die Band vermutlich wenig Energie gesteckt, da es sich in erster Linie um eine Promo-CD handelt, die für Werbezwecke im In- und Ausland eingesetzt wird.

Man habe 500 Exemplare pressen lassen, erklärt Bassist Mulles und werde diese jedoch nicht alle an die Medien verteilen, sondern die EP auch vor und nach den Konzerten verkaufen.

Einen klassischen Vertrieb der EP über Plattenhändler oder Onlineportale wird es nicht geben.

Mit der CD hinterlässt das Quartett eine erste, tiefe Fußspur in der Szene; ein erstes „richtiges“ Album soll mittelfristig folgen, eine Platte, die die Band in einem professionellen Studio einspielen möchte.

Grunge-Einschlag

Der Inhalt der Sechs-Titel-Disk entschädigt den Hörer für die schmucklose Hülle. Sechs Eigenkompositionen, mal deftig druckvoll, mal subtil melodiös, die die Band im eigenen kleinen Aufnahmestudio gemeinsam komponiert haben, fanden den Weg auf die EP.

Ihre Musik definiert die Band als alternativer Rock Metal, „mit Grunge-Einschlag“, ergänzt Mulles. Sänger/Gitarrist Jerry Kane, der Anfang dieses Jahres zur Band stieß, ein Fan der Bands Creed und Alter Bridge, verfasst die Texte der Songs. Die Titel schreibe man auf die „altmodische Art“, so der Bassist: Der Sänger texte, die gesamte Band
komponiere.

Die selbstproduzierten Titel der Debüt-EP sind schnörkellos und frei von ausschmückendem Ballast, den Kompositionsprozess beschreibt das „Mean to you“-Mitglied als „straight“, der Aufbau der Stücke folge dem Schema „Intro, Vers, Refrain, Vers, Refrain“, so Mulles. Klangtechnisch braucht die kleine Scheibe den Vergleich mit ähnlichen, selbstproduzierten Produktionen aus den Alternative-, Rock-und Metal-Genre nicht zu scheuen.

Minuspunkte gibt es jedoch für Frontsänger Jerry Kane, der vor den kommenden Aufnahmen vielleicht die Dienste eines Vocalcoaches in Anspruch nehmen sollte.

Eines der erklärten Ziele der vier Musiker ist es, einmal für eine Topband als Opener einen Konzertabend zu eröffnen.

Am 16. November stellen „Mean to you“ ihre Platte „Fallen“ im Why Not in Düdelingen vor. Weitere Konzerttermine unter www.meantoyou.net