LUXEMBURG
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G4S-Überfall: Der verurteilte Cihan Guzel wurde in Marbella festgenommen

Cihan Guzel, einer der drei Männer, die im April 2013 die Luxemburger Sicherheitsfirma G4S überfallen hatten, ist am vergangenen Sonntag verhaftet worden. Das teilte gestern die Generalstaatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung mit.

Guzel sei am frühen Sonntagmorgen, gegen 2.30, im südspanischen Marbella vor einem Nachtclub entdeckt und festgenommen worden. Er war im Besitz eines französischen Personalausweises, der unter einem anderen Namen ausgestellt war, wie es offiziell heißt.

In der Nacht vom 2. auf den 3. April 2013 hatten die Täter in Gasperich einen Sprengsatz an der Tür der Sicherheitsfirma G4S zur Explosion gebracht. Der Einbruch wurde aber erfolglos abgebrochen. Auf ihrer Flucht hatten sie 85 Mal aus einer Kalaschnikow auf die Polizei gefeuert.

Intensive Recherchen

Guzel war im März 2018 nicht zur Gerichtsverhandlung erschienen. Es wurde ein europäischer Haftbefehl ausgestellt.

In den letzten Monaten hätten die Fahnder in Zusammenarbeit mit ausländischen Stellen intensive Recherchen durchgeführt, um den Flüchtigen zu finden, wie es weiter heißt. Während seiner Flucht wurde Guzel angeblich in Brüssel, Nordfrankreich oder Italien gesehen.

Seit 2018 war er auf der Website www.eumostwanted.eu ausgeschrieben und wurde als Flüchtiger für die von EUROPOL/ENFAST produzierte Kampagne im Juli 2018 ausgewählt.

Seine Festnahme sei aufgrund der „hervorragenden Zusammenarbeit der ’Fugitive Active Search Teams (FAST)‘ von Luxemburg, Belgien und Spanien geglückt“, wie die Generalstaatsanwaltschaft schreibt.

Ein entsprechendes Auslieferungsverfahren sei bei den spanischen Justizbehörden angelaufen, damit die Überstellung von Guzel nach Luxemburg im Hinblick auf seine Inhaftierung in die JVA Schrassig schnell über die Bühne gehen kann, heißt es weiter in der Mitteilung der Justiz.


www.eumostwanted.eu