MAMER
JEFF KARIER

Paul Luxembourg hat einen neuen Laden in Mamer eröffnet

Seit dem 6. Dezember befindet sich in Mamer, an der Route d’Arlon eine Filiale der Bäckerei-Kette Paul. „Es ist bereits das fünfte Geschäft in 13 Monaten, das wir eröffnet haben“, erklärt Pierre Celerier, Geschäftsführer von Paul Luxembourg. Als Franchise-Nehmer hat Celerier seit 2013 insgesamt neuen Paul-Bäckereien im Großherzogtum eröffnet und plant, dass zukünftig jährlich mindestens zwei weitere Läden hinzukommen.

„Für 2019 haben wir bereits entsprechende Räumlichkeiten gefunden und die Verträge sind schon unterschrieben.“ Celerier interessiert vor allem der Norden des Landes und der Raum Echternach. Aktuell arbeiten 126 Personen für Paul Luxembourg, von denen sechs in der neuen Filiale in Mamer und 25 in der Produktion in Foetz arbeiten.

Bescheide Anfänge, heute global aktiv

1889 wurde von der Familie Mayot im Norden Frankreichs mit einer einfachen Bäckerei der Grundstein für das heute global aufgestellte Franchise-Unternehmen gelegt. Rund 400 Filialen gibt es weltweit etwa in New York, Rom sowie auf der arabischen Halbinsel, in Singapur, Japan oder auch Marokko. Wie bei einem Franchise üblich, sind neben der Inneneinrichtung und der Bekleidung auch Geräte sowie Rezepte und Zutaten vorgegeben. „Paul hat in seinem Portfolio mehr als 7.000 verschiedene Rezepte.“ Davon werden hier in Luxemburg einige hundert angeboten.

„Für die luxemburgische Kundschaft haben wir ein spezielles Schokocroissant kreiert, das mit dunkler Schokolade gefüllt ist und oben einen Streifen weißer Schokolade hat. Dieses Rezept wurde von der Paul-Zentrale angenommen und ist mittlerweile auch in den Paul-Filialen in New York, Moskau und in anderen Städten der Welt erhältlich.“ Von alleine diesem Croissant-Typ werden täglich 400 bis 600 Stück verkauft.

Produziert werden die Backwaren und anderen Produkte in Luxemburg. Laut Celerier werden fast 100 Prozent der Brote in ihrem Atelier in Foetz gebacken, ein kleiner Teil wird aber noch in der Filiale auf der Place d‘Armes produziert. Die anderen Erzeugnisse wie Törtchen, Feingebäck oder Schnittchen – Paul ist auch als Caterer aktiv – werden zum Teil in Foetz, zum Teil aber auch in den jeweiligen Filialen hergestellt. „Wir verwenden zum Großteil Produkte aus Luxemburg. Aufgrund der Vorgaben von Paul, etwa beim Brot, müssen wir aber auch spezielle Mehle verwenden, die nicht im Großherzogtum hergestellt werden“, erklärt Celerier. Über die Internetseite www.boulangerie-paul.lu kann man sich die verschiedenen Waren nicht nur ansehen, sondern auch bestellen, diese anschließend abholen oder zu sich an den Arbeitsplatz liefern lassen. Paul beliefert aber auch Restaurants und andere Akteure im Horesca-Bereich.