Tja, nicht nur unser Außenminister macht eine gute Figur in „Madame“ Wills Plauderrunde: Die deutsche Presse überschüttete gestern Finanzminister Pierre Gramegna mit Lob für seinen Auftritt bei einer von Deutschlands Topp-Talkerinnen am Mittwochabend zum hellenischen Drama. „Ein erfrischend ehrlicher Zeitgenosse. Er sagt Dinge, die sich die Griechen eigentlich in Marmor meißeln müssten“, schreibt etwa der „Tagesspiegel“, „Dass die Verantwortung für die griechische Wirtschaft wirklich nur bei der griechischen Regierung liegt“ und Hellas endlich ein richtiges Geschäftsmodell braucht. „Danke Luxemburg“, heißt es am Ende. „Für Auskünfte über die Stimmungslage unter den Euro-Finanzministern, aber auch für klare Worte zum Inhalt der Verhandlungen, war Pierre Gramegna, der luxemburgische Finanzminister, eine gute Besetzung“, meint die Web-FAZ. „Ruhig und besonnen antwortete er, führte keine Monologe, fiel nicht einmal jemandem ins Wort“, lobt die Süddeutsche.de. Sogar „einigermaßen präzise“ Antworten habe der Mann geliefert, „Mehr als 20 Jahre als Diplomat lassen sich auch nach 18 Monaten als Minister nicht so leicht abstreifen“. Nicht zuletzt wegen der diplomatischen Erfahrung hatte der Premier Gramegna, der ein schweres CSV-Erbe antrat und zudem heftig angefeindet wurde, ja in die Regierung geholt. Gute Wahl.
Erfrischend
journal.lu - 02.07.2015

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