LUXEMBURG
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Trunkenheit am Steuer: Mehr als ein Dutzend Führerscheine eingezogen

Über das Wochenende war im Großherzogtum so einiges los. Dementsprechend viel hatte auch die Polizei zu tun. Mehr als ein Dutzend Führerscheine zogen die Beamten über die vergangenen Tage ein. So etwa in der Nacht auf Sonntag, als die Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zwischen 23.30 und 04.00 morgens in Hobscheid, Koerich und auf der Autobahn A6 Richtung Belgien am Ende insgesamt 284 Fahrer einem Atemluft unterzog. Die Ausbeute: 20 Automobilisten standen unter Alkoholeinfluss. Laut Polizeibericht wurden sechs Führerscheine noch vor Ort beschlagnahmt.

Mit 96km/h innerorts

Seine Fahrerlaubnis büßte ein der Polizei gemeldeter Fahrer am späten Samstagabend ein. In der Dreikantonsstraße in Dalheim wurde ein beschädigtes Fahrzeug gesehen, das in Schlangenlinien unterwegs sei. Die Polizei nahm die Verfolgung auf und konnte den Fahrer, der zuvor eine Polizeisperre umfahren haben soll, stoppen. Er hatte zu viel getrunken, wie ein Atemlufttest verriet.

Nicht zu viel intus, dafür aber viel zu schnell war ein Fahrer unterwegs, den die Beamten in Stadtbredimus stoppten. Der Fahrer war nämlich innerorts mit 96 Sachen unterwegs, was für die Beamten mehr als Grund genug war, ihn um seine Fahrerlaubnis zu erleichtern.

Busfahrer verliert Führerschein

Um mehr als das Doppelte des zulässigen Höchstwerts überschritten hatte ein der Polizei am Samstagmittag gemeldeter Busfahrer, der von der Polizei in Heiderscheid kontrolliert wurde. Auf der Dienststelle verweigerte der Fahrer einen weiteren Test. Sein Führerschein wurde eingezogen.

In ähnlichen Gefilden war ein Mann unterwegs, der laut Aussage einer Zeugin gleich zweimal mit seinem Fahrzeug gegen das Heck ihres Autos stieß, dies auf dem Parkplatz eines Kaufhauses in Niederkerschen. Die Frau gab an, einen Alkoholgeruch wahrzunehmen. Ein beim Eintreffen der Polizei durchgeführter Atemlufttest ergab, dass der Höchstwert fast um das Doppelte überschritten wurde. Am Wochenende kam es ebenfalls zu mehreren Unfällen, bei denen Alkohol mit im Spiel war. In der Nacht auf Sonntag kollidierte ein Wagen mit zwei Insassen kurz vor 02.00 auf dem CR123 in Steinsel. Die Beifahrerin musste vom Rettungsdienst aus dem Unfallfahrzeug geborgen werden. Beim Fahrer stellte die Polizei einen Alkoholeinfluss fest, was den Führerscheinentzug zur Folge hatte. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht. Damit erledigt war die Angelegenheit aber noch nicht. Später im Krankenhaus stellte die Patrouille fest, dass der Fahrer in Begleitung von Sicherheitsbeamten war. Laut Angaben der Polizei hatte er gegenüber dem Krankenhauspersonal Morddrohungen und Beleidigungen geäußert. Eine Pflegerin führte diesbezüglich Klage.

Ein Fahrer macht auf sich aufmerksam

Auf der Autobahn A4 machte ein Fahrer gegen 04.00 ungewollt auf sich aufmerksam, als er mit überhöhter Geschwindigkeit aus dem Baustellenabschnitt an der Polizei vorbei fuhr. Auf Höhe der Ausfahrt Leudelingen konnte der Fahrer gestoppt werden. Aufgrund des Ergebnisses des Alkoholtests wurde sein Führerschein eingezogen.

Nach 06.00 am Sonntagmorgen ging eine Meldung bei der Polizei ein, ein Auto habe sich auf der A13 überschlagen. Auf der Autobahn angekommen, konnten die Polizeibeamten einen verunfallten Wagen in den Hecken feststellen. Kurz darauf konnten sie den Fahrer antreffen, der nicht nur unter Alkoholeinfluss stand, sondern weder über einen gültigen Führerschein noch über eine gültige Fahrzeuganmeldung oder Versicherung verfügte. Die Staatsanwaltschaft wurde in Kenntnis gesetzt und ein Fahrverbot zugestellt.

Gegen 04.20 stießen die Beamten in Bech-Kleinmacher auf einen Verkehrsunfall. Eine Fahrerin hatte in einer Kurve der Rue de Scheuerberg die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren. Daraufhin kollidierte sie mit den Leitplanken der Gegenfahrbahn und kam in einem Straßengraben zum Stillstand. Der Führerschein wurde aufgrund eines positiven Atemlufttests eingezogen.

Weitere Unfälle ereigneten sich im Rollingergrund, Gonderingen und Mondorf.