BOURSCHEID
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„Friends of Patton’s 26th Infantry Division“ gedenken dem Beginn der Ardennenoffensive

Unter dem Motto „Do You Remember“ organisierten die „Friends of Patton’s 26th Infantry Division“ in der Burg von Bourscheid ihre jährliche „Night Vigil“. Die Vereinigung veranstaltet jedes Jahr in Luxemburg an unterschiedlichen Orten eine Mahnwache, um an alle Veteranen zu erinnern, die während der Ardennenoffensive dienten, verwundet wurden oder starben, erzählt der Präsident der Vereinigung, Marc Weber.

Ganz Luxemburg eigentlich betroffen

Die unterstützenden Gemeinden seien unter anderem Bartringen, Bourscheid, Consdorf, Diekirch, Differdingen, Ettelbrück, Feulen, Grevels, Hesperingen, Luxemburg, Mersch, Niederanven, Pütscheid, Sandweiler, Ulflingen, Useldingen, Wahl, Wintger und Winseler, sagt Weber, der betont, dass von der Offensive ja aber ganz Luxemburg betroffen gewesen sei, nicht nur der Norden des Landes.

Bei nass-kaltem Wetter fanden sich viele Menschen in Bourscheid ein, um an der Wache teilzunehmen, unter ihnen Landwirtschaftsminister Romain Schneider sowie die Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, Randy Evans, und Großbritannien, John Marshall. Alle Redner würdigten den Mut und den Einsatz der Soldaten, die bereit waren, ihr Leben zu geben, um Luxemburg vom Nationalsozialismus zu befreien. Es sei wichtig, den Frieden nicht als selbstverständlich anzusehen. Es sei wichtig, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und diese nicht zu wiederholen. Zudem betonten sie, dass der Frieden nie als selbstverständlich angesehen werden dürfe und warnten davor, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.

Gedenken an einen speziellen Soldaten

Die „Friends of Patton’s 26th Infantry Division - Luxembourg (FPYD-Luxembourg)“ haben ihren Sitz in Luxemburg. Die ehrenamtlich arbeitende Gruppe wurde am 22. Dezember 2004 während einer „Night Vigil-Zeremonie“ am Denkmal „Schankegriecht“ in der Nähe von Pratz gegründet. Im Jahr 2005 wurde die Gruppe in eine gemeinnützige Organisation - asbl - umgewandelt. „Früher hatten wir die Veranstaltung immer in einem Zelt abgehalten, doch im Dezember kann es da schon einmal nicht so angenehm sein. Aber in den Sommer können wir die Gedenkfeier auch nicht verlegen“, erklärt Weber. So kam es dann, dass man entschied, die Hauptzeremonie weiterhin draußen abzuhalten und dann den weiteren Teil in einem beheizten Saal. „Auch schauten wir, ob wir die Nachtwache nicht etwas persönlicher gestalten konnte.“ So machte sich die Vereinigung auf die Suche nach Soldaten, die in der jeweiligen Gemeinde gefallen waren. „Auch hier in Bourscheid haben wir einen solchen Soldaten gefunden, den amerikanische Soldat Richard L. Forster“, erzählt Weber. Forster stieß am 21. Januar 1945 auf der Sauerbrücke in der Nähe von Bourscheid mit seiner Kompanie auf deutsche Soldaten. „Forster wird von seinen Kameraden getrennt und später für vermisst erklärt“, erzählt Weber. Einige Tage später sei der Vater von drei Kindern tot aufgefunden. Im speziellen Gedenken an Richard L. Forster wurde ein Bild des Gefallenen aufgestellt. Wo im Jahr 2019 die Veranstaltung stattfinden wird, das weiß Weber noch nicht.

Die jährliche Veranstaltung ist aber nicht die einzige, die von den „Friends of Patton’s 26th Infantry Division“ ausgerichtet wird. „Wir haben zwar selbst keine historischen Fahrzeuge, organisieren aber mit anderen Vereinigungen Veranstaltungen, bei denen wir dann beispielsweise das Wissen und Erzählungen zu gewissen Stationen oder Stätten beisteuern.“


Mehr Infos auf unter www.fpyd.org