LUXEMBURG
INGO ZWANK

„Comité Luxembourgeois de la Voie de la Liberté“ gedenkt des Siegeszuges der US-Truppen 1944/1945

Vor 74 Jahren begann die Befreiung - und die „Liberty Road“, oder auch „Voie de la Liberté“ genannt, erinnert an diesen Siegesweg der alliierten Truppen im Zweiten Weltkrieg über Nazi-Deutschland, hier vor allem den der 3. „US Army“ unter dem Kommando von General George S. Patton Junior, der in Sainte-Mère-Eglise in der französischen Normandie begann. Der Weg, der mit insgesamt 1.146 Gedenksteinen markiert ist, verläuft über Angers, Saint-Symphorien, Reims und Metz ins luxemburgische Frisingen, über die Hauptstadt und Steinfort bis nach Bastogne in Belgien.

„Hier gelang Patton während der Ardennenoffensive der entscheidende Durchbruch zu den eingekesselten US-Truppen von General Arthur C. Mc Auliffe“, erzählt der Sekretär vom „Comité Luxembourgeois de la Voie de la Liberté“, Marc Klein, im „Journal“-Gespräch.

Das „Comité Luxembourgeois de la Voie de la Liberté“ hält diese Erinnerung an die Befreiung in Luxemburg wach. Am 1. Juni 1984 entstand das Komitee aus der Fusion der Vereinigung „Anciens sous-officiers de réserve et militaires luxembourgeois“ (ASORL), dem „Syndicat des Intérêts Locaux de Luxembourg-Gare“ und dem „Cercle d’Etude sur la Bataille des Ardennes“ (CEBA). „Die einzelnen Stationen waren ziemlich in Vergessenheit geraten und teils sehr beschädigt“, erzählt Klein weiter.

31 Gedenksteine in Luxemburg

Einige der Gedenksteine waren sogar so ramponiert, dass sie 1984 komplett neu gegossen werden mussten.

Die luxemburgischen Ortschaften, in denen solche „Bornes de la Liberté“ steht, sind Frisingen, Weiler-la-Tour, Hesperingen, Luxemburg-Stadt, Strassen, Bartringen, Mamer, Capellen, Windhof, Koerich und Steinfort. Entlang der Strecke durch das Großherzogtum wurden insgesamt 31 dieser Gedenksäulen errichtet, eine weitere steht je zu einer Hälfte auf französischem und luxemburgischem Hoheitsgebiet, dies zwischen Evrange
und Frisingen.

In diesem Jahr gibt es übrigens eine Besonderheit im Rahmen der Erinnerungsfeierlichkeiten: „Wir freuen uns, dass der Gedenkstein, die Borne an der Pont Adolphe wieder an den ursprünglichen Standort zurückkehren konnte - am sogenannten ‚Pôle Nord‘, dort, wo auch der Großherzog den Gedenkstein eingeweiht hat. “ Der Gedenkstein musste den Bauarbeiten weichen und fand einen provisorischen Standort in der Nähe der „Spuerkeess“ auf der gegenüberliegenden Seite der Brücke. „Im Rahmen der Neukonzipierung der Brücke wurde auch der Standort des Gedenkstein mit einbezogen“, sagt Klein, „die Gedenkstätte wurde jetzt aber etwas nach vorne gezogen, so dass sie quasi wie die Stolpersteine vorne an der Straße ins Auge sticht und nicht mehr im Hintergrund zu finden ist.“ Hier ist für Freitag 11.00 eine Kranzniederlegung geplant. Zuvor ist um 10.10 eine Gedenkfeier auf dem US-Militärfriedhof in Hamm geplant, wo ebenfalls am Grab von General George S. Patton Jr. ein Kranz niedergelegt wird.

Für 2019 plant das „Comité Luxembourgeois de la Voie de la Liberté“ im Rahmen der 75-Jahrfeier wieder, einen großen Konvoi auf die Beine zu stellen, der „dann von Frisingen über Luxemburg bis nach Steinfort durch das Großherzogtum führen soll“, sagt Klein. Dazu wolle man versuchen, auch die US-Botschaft intensiv mit einzubinden.