LUXEMBURG
INGO ZWANK

„Voie de la Liberté“: Ehrungen am Todestag von General Patton in Hamm und Luxemburg

Die „Liberty Road“ oder „Voie de la Liberté“ erinnert an den Siegesweg der alliierten Truppen im zweiten Weltkrieg, hier vor allem den der 3. „US Army“ unter dem Kommando von General George S. Patton Junior, der in Sainte-Mère-Eglise in der französischen Normandie seinen Startpunkt fand. Der Weg mit seinen 1.146 Gedenksteinen verläuft über Angers, Saint-Symphorien, Reims und Metz nach Frisingen, Luxemburg-Stadt und Steinfort bis nach Bastogne (Belgien).

Hier gelang Patton während der Ardennenoffensive der entscheidende Durchbruch zu den eingekesselten US-Truppen von General Arthur C. Mc Auliffe.

Das „Comité Luxembourgeois de la Voie de la Liberté“ hält diese Erinnerung an die Befreiung in Luxemburg wach. Es wurde am 1. Juni 1984 von den „Anciens sous-officiers de réserve et militaires luxembourgeois“ (ASORL), dem „Syndicat des Intérêts Locaux de Luxembourg-Gare“ und dem „Cercle d’Etude sur la Bataille des Ardennes“ (CEBA) gegründet, „weil die einzelnen Stationen ziemlich in Vergessenheit geraten und teils sehr ramponiert waren“, erzählt der Komitee-Sekretär Marc Klein. Einige der Gedenksteine waren sogar so ramponiert, dass sie komplett neu gegossen werden mussten. „Wir wollen die Erinnerung an den Siegesweg aufrechterhalten.“ Die luxemburgischen Ortschaften, in denen „Bornes de la Liberté“ stehen, sind Frisingen, Weiler-la-Tour, Hesperingen, Luxemburg-Stadt, Strassen, Bartringen, Mamer, Capellen, Windhof, Koerich und Steinfort. Entlang der Strecke durch das Großherzogtum wurden so 31 dieser „Bornes de la Liberté“ errichtet (siehe Karte unten), eine weitere steht je zu einer Hälfte auf französischem und luxemburgischem Hoheitsgebiet, dies zwischen Evrange und Frisingen.

Offiziell eröffnet wurde die „Liberty Road“ am 12. Oktober 1947. Mittlerweile hat der Staat wieder die Schirmherrschaft über die „Bornes“, wie Klein berichtet, die Straßenbauverwaltung kümmere sich um die Gedenksteine, die jedes Jahr am „21. Dezember, dem Todestag von General Patton, Anlaufstelle für Gedenkzeremonien sind, wie auch Hamm und der Ehrenfriedhof und vor allem die ‚Borne‘ in der Hauptstadt“, erklärt Klein. 2014, immer zu markanten Jahrestagen, wurde ein großer „Convoi du Souvenir“ organisiert. Ab der französisch-luxemburgischen Grenze zog sich ein Konvoi über Weiler-la-Tour und Hesperingen bis zur „Borne de la Liberté“ am „Place de Metz“ in der Hauptstadt.


Morgen um 11.00 findet am „Place de Metz“ in der Hauptstadt eine Feier mit Kranzniederlegung in Anwesenheit der politisch Verantwortlichen und des Komitees statt; bereits um 10.15 findet am morgigen Mittwoch eine Kranzniederlegung auf dem amerikanischen Friedhof in Hamm statt