Der am Morgen gefallene Schnee verlieh am Samstag dem Erinnerungsmarsch anlässlich des 70jährigen Jubiläums des „Sauer river crossing“ bei dem die Ortschaften am nördlichen Sauerufer zum zweiten Mal und damit endgültig befreit wurden, eine ganz besondere Note. Auch damals, am 18. Januar 1944, bedeckte eine geschlossene Schneedecke das Sauertal und erschwerte den Vormarsch der US Soldaten.
Nachdem die über 100 Wanderer eine Nelke zur Erinnerung am Denkmal für das 10. Regiment der 5. US Armee in Bettendorf niedergelegt hatten, führte der Weg zu den ehemaligen Steinbrüchen. Unterwegs erklärten Vertreter des Diekircher Militärmuseums die amerikanische Offensive an Hand von originalen Fotos.
Etwas weiter auf den Anhöhen über Bettendorf hatten „Reenactors“ die noch vorhandenen Schützengräben besetzt, die damals als Beobachtungsposten dienten und simulierten die vielfältigen Aufgaben der Soldaten vor dem entscheidenden Angriff. Vertreter der Forstverwaltung zeigten die Nachwirkungen des Krieges in den Baumbeständen des verschneiten Waldes. Besonders spektakulär sind die noch heute lesbaren, inzwischen vernarbten Schnitzereien der US Soldaten an einigen Bäumen. Im Anschluss an die Wanderung brachten Pendelbusse die Wanderer ins Militärmuseum nach Diekirch, wo Zeitzeugen den Angriff und die Befreiung aus der Sicht der Bevölkerung schilderten. Der Erinnerungstag, wo die Teilnehmer die Geschichte des „Sauer river crossing“ realitätsnah erleben konnten, endete mit dem Verspeisen einer in einer Feldküche aus Armeebeständen gekochten Erbsensuppe.





