PASCAL STEINWACHS

Hut ab vor so viel Einsatz. Nur weil sich für die scheidende Weinkönigin des mittelmoselischen Deutschdorfes Kesten keine Nachfolgerin fand (Tess Burton und Octavie Modert waren leider unabkömmlich, und Francine Closener, die sich sowieso mehr für Schießeisen interessiert, kommt nicht von der Mosel ), sprang jetzt der 25-jährige Jurastudent Sven Finke ein, der gestern Abend wegen der weiblichen Personalnot tatsächlich zur männlichen Weinkönigin gekrönt wurde. Statt Krönchen und Kleidchen trägt er in den nächsten zwei Jahren jedoch Lorbeerkranz und Tunika, hat ansonsten aber gehörig Selbstvertrauen: „Ich kann das genauso gut wie eine Frau“.

Ihren Mann steht aber auch Integrationsfamilienministerin Corinne Cahen, die jetzt vom „Essentiel“ gefragt wurde, was sie denn macht, wenn es mit der Politik mal vorbei sein sollte: „Wenn man fünf Jahre ein Ministeramt bekleidet hat, dann will man sich dem Wähler wieder stellen. Ich wurde aber nicht als Politikerin geboren, und das Ministeramt ist für mich kein Vertrag auf Lebenszeit. Wenn es mit der Wiederwahl nicht klappt, dann mache ich wieder was anderes. Ich bin ja noch jung.“ Wie wäre es denn mit Weinkönigin. Jedenfalls immer noch besser als Erlkönig...