LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

3.741 Milliarden Euro beträgt die in Luxemburg von der Fondsindustrie verwaltete Summe

Schon wieder ein Rekord für die Fondsindustrie: 3.741 Milliarden Euro beträgt das von Fonds verwaltete Vermögen in Luxemburg. Das gab Denise Voss, Präsidentin des Verbandes „Association des Fonds d´Investissement“ (ALFI) auf der Jahrespressekonferenz am Donnerstag bekannt. Damit stieg das Vermögen innerhalb eines Jahres um 6,7 Prozent oder 236 Milliarden Euro. Besonders erfreulich: 42 Prozent sind Neuzuflüsse.

Damit liegt das Wachstum geringer als im Boomjahr 2015. Angesichts des Brexits und der Wahlen in den USA stufte Voss den Rekord jedoch als „sehr gutes Resultat“ ein. Sie betonte, dass die Fondsindustrie 2015 mehr als 900 Millionen Euro Steuern an den Staat gezahlt habe und diese Summe 2016 auf über eine Milliarde Euro angestiegen sei.

Für die Zukunft setzt die AFLI auf mehr Werbung - insbesondere in Asien und Lateinamerika - und neue Produkte wie die ungeregelten „Fonds d’Investissement Alternatif Réservé“ (FIAR) und Alternative Investmentfonds (AIF). Bislang werden luxemburgische Fonds in 70 Ländern vertrieben. Durch die Zusammenarbeit mit dem Büro in Singapur, Reisen nach Australien und Lateinamerika sowie Verhandlungen mit den Philippen soll diese Zahl noch steigen. Die ALFI-Konferenzen werden überarbeitet. Durch den Brexit bedingt kommen laut „Financial Times“ Blackstone und Carlyle von Großbritannien nach Luxemburg, weil sie dort den Verlust des Europasses riskieren. M&G hatte diesen Schritt schon angekündigt.