LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

In weniger als 90 Minuten ein außergewöhnliches Erbe entdecken

Ein erster UNESCO-Rundgang („Promenade UNESCO“), der die Schönheit der ehemaligen Festungswerke und den Charme der Altstadt Luxemburgs, die am 17. Dezember 1994 die Erklärung zum UNESCO-Weltkulturerbe bewirkten, beschreibt, wurde gestern Nachmittag im Kulturministerium von Staatssekretär Guy Arendt, Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer und Robert L. Philippart, „UNESCO Site Manager“ im Kulturministerium, vorgestellt. Der „UNESCO-Rundgang Luxemburg Altstadt und Festung“ konnte, wie Arendt unterstrich, dank der Zusammenarbeit von zahlreichen öffentlichen und privaten Partnern, unter anderem die luxemburgische Kommission für die Zusammenarbeit mit der UNESCO, das Kulturministerium, die Stadt Luxemburg, die Straßenbauverwaltung und des „Luxembourg City Tourist Office“ (LCTO) verwirklicht werden.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten

„Ohne die Unterstützung der ehrenamtlichen Mitarbeiter zahlreicher Kulturvereinigungen wie „Comité Alstad“ oder die lokalen Interessenvereine, die sich für den Erhalt der Festung der Altstadt einsetzen, hätte diese Promenade niemals realisiert werden können“, sagte der Staatssekretär.

Ab dem Place de la Constitution - „Gëlle Fra“ führt der Rundgang unter anderem durch die Parkanlage im Petrusstal und entlang des Rosengartens, der an die große Vergangenheit der Hauptstadt als Stadt der Rosenzüchter erinnert, über die „Corniche“ und am Stadtwall entlang, um dann die Straßen der Altstadt zu durchqueren. Alles in allen liegen 14 touristische Attraktionen der Stadt Luxemburg mehr oder weniger direkt an der „Promenade UNESCO“, sagte Arendt.

Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer erinnerte daran, dass 2019 der 25. Jahrestag der Aufnahme der Festungsanlagen und der Altstadt Luxemburgs in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes gefeiert wird. Die nun vorgestellte Promenade soll den Touristen, aber auch den Einheimischen zeigen, „warum Luxemburg 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde“, meinte Polfer. Diese Aufnahme stelle „eine Herausforderung dar, das geehrte Patrimonium aufzuwerten“. Der UNESCO-Rundgang ist für die Stadtbürgermeisterin ein „weiterer Stein dieser Aufwertung“.

Eine Broschüre in fünf Sprachen

Zum UNESCO-Rundgang wurde eine 24 Seiten starke Broschüre in fünf Sprachen (Luxemburgisch, Französisch, Deutsch, Englisch und Niederländisch) herausgegeben, die zahlreiche interessante Informationen sowie eine Karte mit allen entlang der Strecke zu besichtigenden Sehenswürdigkeiten enthält. Die Broschüre ist erhältlich im Empfangsbüro des LCTO am „Knuedler“, bei „Luxembourg for Tourism“ und in allen Museen der Stadt Luxemburg. Auf izi.travel steht darüber hinaus eine Audio-App in den fünf genannten Sprachen rund um die Uhr zur Verfügung.

Zum Start des UNESCO-Rundgangs bietet das LCTO am Wochenende des 16. und 17. Juni (Sprachen: Luxemburgisch, Französisch und Deutsch) sowie am Wochenende des 23. und 24. Juni (Sprachen: Luxemburgisch, Französisch und Englisch) kostenlose Besichtigungen an. Die von eigens ausgebildeten Fremdenführern geleiteten Gruppen starten jeweils um 16.00 beim Büro des LCTO auf „Knuedler“. Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 22 08 09 ist unabdingbar.