TRIER/LUXEMBURG
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Schulen aus Trier und Esch-Alzette entwickeln „App“ zur Integrationshilfe

Tell your town“ - so heißt die „App“, deren Inhalte in einem grenzüberschreitenden Projekt im vergangenen Jahr von Schülerinnen, Schülern und Lehrern der Brill-Schule in Esch-Alzette und der Kurfürst-Balduin-Realschule in Trier erarbeitet wurden. Für die technische Umsetzung zeichnet indes ein Team der Uni Trier verantwortlich. Am Anfang stand die Frage: Wie können ansässige und neu zugezogene Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz und Luxemburg besser in ihren Regionen integriert werden, dabei ihre sprachlichen Fähigkeiten entwickeln und die erforderliche Medienkompetenz erlernen?

Geschichten um Geschichte in spielerischer Form zugänglich zu machen

Im digitalen Zeitalter lag es nahe, eine „App“ zu schaffen, um diese Integration zu begleiten. So entstand „Tell Your Town“, die an echten Schauplätzen in Trier und Esch erfundene Geschichten auf Deutsch, Französisch, Englisch und Luxemburgisch in spielerischer Form zugänglich macht.

In zwei Feldversuchen besuchten sich Schüler und Schülerinnen der 6. Klasse der Kurfürst-Balduin-Realschule und der Brill Schule mit ihren Lehrern und Lehrerinnen gegenseitig und benutzten die „App“ zur Erkundung der jeweiligen Stadt.

„Diese Feldversuche wurden hinsichtlich der sozialen Interaktionen und Lernprozesse von Forschern der Universität Luxemburg analysiert. Im Ergebnis wurde sichtbar, dass die „App“ großes Potenzial hat, um eine relativ autonome Erkundung der Städte zu initiieren und es auch den einheimischen SchülerInnen erlaubt, ihre Stadt mit neuen Augen bewusster wahrzunehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Uni Trier. In der „Route Esch“ steht also die Geschichte des luxemburgischen Bergbaus und den dortigen Minenarbeitern im Mittelpunkt. Die „Route Trier“ handelt indes von einem Wettlauf zwischen Karl Marx und Nero. In diesem wird der Spieler von Karl Marx begleitet und lernt so bekannte Orte aus Trier kennen.

„Der Benutzer soll so die Stadt „per pedes“ entdecken und dabei noch so einiges über die Geschichte der Stadt erfahren, was ihm durch den fiktionalen Reiseführer in den interaktiven Dialogen vermittelt wird“, heißt es weiter. Dabei werde die Geolokalisierungsfunktion des „Smartphones“ genutzt, um den Benutzer zu bedeutsamen Sehenswürdigkeiten zu führen, wo dann interaktive Minispiele oder Dialoge mit einem fiktionalen Reiseführer erfolgen.