LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Jeder Einwohner Luxemburgs gab im vergangenen Jahr 26 Euro für Fairtrade-Produkte aus

Vor 25 Jahren wurde der erste faire Kaffee in Luxemburg vom „Fairtrade Lëtzebuerg“ im Großherzogtum zum Verkauf angeboten. Seither hat sich der fairer Handel hierzulande kontinuierlich entwickelt, wie gestern Vormittag auf einer Pressekonferenz von „Fairtrade Lëtzebuerg“ Roodt-Syr zu erfahren war: Den Verbrauchern steht nun ein breit gefächertes Angebot an fair gehandelten Produkten zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr, wie weiter zu erfahren war, nahm der Verkauf an Fairtrade-Produkten in Luxemburg um 40 Prozent zu. Ein Umsatz von 15 Millionen Euro wurde auf den luxemburgischen Markt von den Partner von „Fairtrade Lëtzebuerg“ generiert. In Schnitt hat jeder Einwohner des Großherzogtums im vergangenen Jahr 26 Euro für Fairtrade-Produkte ausgeben. Damit trugen sie im vergangenen Jahr dazu bei, dass die über 1,66 Millionen Produzenten und Fairtrade-Arbeiter im Süden mit ihren Gemeinschaften von den positiven Auswirkungen des fairen Handels profitieren.

Positive Auswirkungen

Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt nach Meinung der Verantwortlichen von „Fairtrade Lëtzebuerg“, mit ihrem Präsidenten Jean-Louis Zeien an der Spitze, noch ein langer Weg zurückzulegen, um „die derzeitige destruktive Wirtschaftskonzeption definitiv durch ein Wirtschaftsmodell, das auf der Gleichheit und dem Respekt eines jeden menschlichen Wesens fußt, zu ersetzen“. Die Fairtrade-Bewegung will auch in Zukunft die wirtschaftliche Entwicklung überwachen, da immer noch zahlreiche Produzenten aus dem Süden nicht in den Genuss des fairen Handels kommen.

Jeder einzelne, wie es weiter hieß, ist dazu aufgerufen, „Verantwortung zu übernehmen, um eine Welt zu schaffen, in der der faire Handel im Respekt des Menschen und der Natur selbstverständlich ist“.