LUXEMBURG
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Kataster: 300 Punkte sorgen für Transparenz bezüglich Elektrosmog bei GSM-Sendemasten

Jederzeit und überall mobil zu telefonieren und das Internet zu nutzen gehört heute zum Standard unserer modernen Kommunikationsgesellschaft. Ermöglicht wird dies mittels elektromagnetischer Wellen, die durch eine stetig steigende Anzahl von Antennen übertragen werden. So nutzen Anbieter mittlerweile 1.100 Antennen (2G, 3G und 4G) in Luxemburg, was nach so mancher Expertenmeinung zu einer Dauerbestrahlung durch mehrere, zunehmend engmaschige Funknetze führt. Gestern stelle Staatssekretär Camille Gira das neu erstellte Antennenkataster „Cadastre hertzien“ vor. „Dies wurde ins map.geoportail.lu mit eingearbeitet“, wie Gira ausführte, mit vielen Infos rund um die aktuellen Antenne, Betreiber, Ausrichtung, Messberichte bezüglich des Elektrofeldes oder auch Genehmigungen. „Es ist ein Bereich, in dem die Entwicklung rasend schnell voranschreitet. Es gibt aktuell mehr Handyverträge als Bürger bei uns“, sagte Gira. Deshalb braucht man entsprechende Netze und auch Antennen. Wobei Gira aber auch auf die Ängste hinwies. „Diese müssen wir auch als Regierung ernstnehmen. Es muss eine klare Transparenz diesbezüglich herrschen.“ Daher dürfe man sich nicht wundern, wenn Bedenken in der Bevölkerung, „aber durchaus auch bei den Gemeinden“, aufkommen - „gleich einem Lebendversuch am Bürger.“ Es sei auch verständlich, dass der Bürger hier alle rechtstaatlichen Mittel ausnutze, um sich hier zu wehren. Entsprechenden Vorgabe nachkommenden habe die Regierung alles gemacht, damit auch die Bürger nun vor dem sogenannten Elektrosmog geschützt sind.

Mit dem Datum September 2017 umfasst nun das Kataster 756 Basisstationen mit 1.100 Antennen von Post, Orange und auch Tango. Damit werde den Anbietern nun auch Investitionssicherheit gegeben. Gira bekräftige aber auch, dass Gemeinden immer noch in der Lage sind, gewisse Gebiete für Antennen zu sperren. 300 Messpunkte im ganzen Land wurden installiert, „dies von der Verwaltung. Bei Änderungen werden hier die Messungen vorgenommen, von uns oder von den Anbietern.“ 100 Messungen würden aktuell bereits vorliegen, sagte Gira zu dem dynamischen System für den Bürger der diese alle einsehen kann. Und mit diesen Messungen konnte Gira die Bevölkerung beruhigen: „Von den Antennen und der Strahlung geht soweit keine Gefahr aus.“

Im Hinblick auf kommende 5G-Antennen sei man so gut vorbereitet, Messungen können sofort erfolgen, in besagter aller Transparenz - und auch hoch technisch.

Im Netz: map.geoportail.lu - unter www.tinyurl.com/LuxAntennenKataster gelangen Sie sofort auf das Kataster